— Brunsbüttel —

Containerbrand in Brunsbüttel: Polizei findet verbrannte Leiche

von Tobias Kirchner, Hengameh Habib Samstag, 13. Januar 2018 16:36 Uhr


Brunsbüttel -

Die Polizei hat am Sonnabendmittag in einem abgebrannten Container eine Männerleiche gefunden. In der Nacht zuvor war die Feuerwehr auf der Schleuseninsel im Einsatz, um brennende Container zu löschen.

In einer Mitteilung der Polizeidirektion heißt es, dass die verbrannte Leiche in einem Wohncontainer eines Arbeiters aus dem Raum Cuxhaven gefunden wurde. Zur Ursache des Brandes gebe es noch keine Anhaltspunkte. In den nächsten Tagen sollen sich Spezialisten mit der Aufklärung beschäftigen. In der Nacht hieß es von der Feuerwehr noch, dass eine Person vermisst wird. 

Einsatz in der Nacht 

Gegen 22.40 Uhr mussten die Einsatzkräfte am Freitagabend auf die Südseite ausrücken. Auf der Schleuseninsel an der neuen Schleusenkammer waren drei Container, die sich auf einem Ponton befanden, in Flammen aufgegangen. 

Die 50-Mann starke Feuerwehr hatte den Brand schnell unter Kontrolle und beeilte sich damit, die Container soweit runterzukühlen, um auf das Ponton gelangen zu können. „Wir vermissen derzeit noch eine Person“, sagte Ole Kröger, Sprecher der Wehr am Einsatzort. 

Bewohner hatte Besuch von seiner Freundin

Am Abend des Brandes soll der 47-jährige Arbeiter, dessen Leiche später gefunden wurde, Besuch von seiner Freundin bekommen haben, heißt es von der Polizei. Nach ersten Ermittlungen sei es nach einigem Alkoholgenuss zu einem Streit gekommen, nachdem die Frau den Wohncontainer verließ. Nach kurzer Zeit nahm sie intensiven Brandgeruch wahr. Sie ging daraufhin zum Wohncontainer zurück, um ihren Freund zu alarmieren. Die Tür des Containers war jedoch verschlossen und der 47-Jährige öffnete trotz Klopfens nicht. Wegen der großen Hitze musste die Frau dann Abstand halten, sagt die Polizei. Später wurde sie unter Schock in das WKK Brunsbüttel gebracht.

Der Einsatz gestaltete sich mühsam für die Feuerwehr, denn um sämtliche Rettungskräfte zum Einsatzort schaffen zu können, musste aus Ostermoor zunächst die kleine Autofähre angefordert werden. Mit den großen Fähren ist es nicht möglich, an der Schleuseninsel anzulegen. Für die Löscharbeiten mussten die Brandbekämpfer Wasser aus dem Nord-Ostsee-Kanal pumpen, da dort noch keine Löschwasserhydranten stehen.

Unsere Ursprungsmeldung von 0.30 wurde um 16.30 Uhr mit weiteren Informationen ergänzt. Letzte Aktualisierung um 20.59 Uhr. 





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