— Brunsbüttel —

Elblink hofft auf Überbrückungsgeld – Neustart im Frühjahr 2018 anvisiert

von Michael Behrendt Samstag, 11. November 2017 10:28 Uhr


Brunsbüttel -

Die Betreiber der Elbefährlinie zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven visieren das kommende Frühjahr für einen Neustart an. Um den Winter finanziell zu überstehen, hofft die Elblink-Fährgesellschaft aber auf Unterstützung durch die öffentliche Hand. Nachdem bereits entsprechende Gesuche an die Landesregierungen von Schleswig-Holstein und Niedersachsen gerichtet wurden, hat das Unternehmen nun auch Bittbriefe an die Städte Brunsbüttel und Cuxhaven verschickt, bestätigt Elblink-Geschäftsführer Bernd Bässmann den Cuxhavener Nachrichten. Demnach benötige die Gesellschaft bis Februar 2018 eine Überbrückungshilfe in Höhe von etwa 200.000 Euro – Geld, das man nicht geschenkt haben wolle, sondern das zurückgezahlt werden soll, wenn der Fährbetrieb wieder aufgenommen werde.

„Wir sind derzeit in intensiven Gesprächen mit Politik, Banken und möglichen Vercharterern mit dem Ziel, spätestens im Frühjahr wieder mit einem zukunftsfähigen Konzept den Fährbetrieb wieder aufzunehmen“, teilte das Unternehmen am Abend via Facebook mit. „Derzeit gibt es aber noch einige Punkte, die intensiv erörtert werden müssen. Doch es gibt bereits Ansätze für eine positive Entwicklung.“

Eigner wollen höhere Charterrate

Die Linie, bei der knapp 50 Mitarbeiter beschäftigt sind, wurde zuletzt vom Fährschiff „Anne-Marie“ bedient, bis der Betrieb am 10. Oktober erneut ausgesetzt wurde – wie es zunächst hieß, aufgrund eines Schadens am Antrieb. Doch das war nur die halbe Wahrheit, wie Bässmann später einräumen musste. 

Um die Liquidität des Unternehmens, das erst im Mai nach einem Insolvenzverfahren wieder – mit nun einem Schiff – an den Start gegangen war, ist es schlecht bestellt. Um langfristig schwarze Zahlen zu schreiben, sei die Linie nur mit finanzstarken Investoren oder öffentlicher Förderung in ein nachhaltig wirtschaftlich sicheres Fahrwasser zu steuern, hieß es. Lösungen hierfür seien jedoch bislang noch nicht gefunden worden. Die Schiffseigner wollen eine höhere Charterrate. Der Vertrag mit Elb Link war Ende September ausgelaufen.





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