— Dithmarschen—

Meldorf: Abholzaktion sorgt für Unmut

von Reinhard Geschke · 20. April 2017 · 18:05 Uhr

Meldorf (rg) Gute Nachrichten für Strandbesucher: Der Kiosk in Elpersbüttel ist wieder verpachtet. Seit kurzem hat Kerstin Weber aus Meldorf wieder das Regiment in der Küche übernommen. Die 50-Jährige betrieb den Kiosk auch schon 2013 und 2014. Noch nicht vergeben ist der Kiosk in Nordermeldorf. Hier sucht das Kommunalunternehmen noch Interessenten. Mehr dazu in unserer Freitagsausgabe. 

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Leserkommentare

Bartosz Oska: Na wunderbar. Nicht genug, dass Schleswig-Holstein und insbesondere Dithmarschen das waldärmste Gebiet in ganz Deutschland darstellen, da sorgt man noch zusätzlich mit dieser Abholzung für die Reduzierung des wenig Vorhandenen. Eine recht idiotische Philosophie...

20.04.2017 18:51 Uhr

Angela Lütje-Bruhn: Das ist in Heide nicht anders.Überall werden die Knicks für ein paar Meter Grasland dem Erdboden gleichgemacht. Dann macht man 2 große Haufen, die bleiben dann über ein Jahr lang liegen. Und wenn sie dann wieder von vielen Kleintieren bewohnt sind, wird das Ganze zusammengeschoben und angezündet.Gestern erst gesehen.

21.04.2017 10:21 Uhr

Traugott Früchtenicht: Auf 18 Hektar Fläche rodete im November 2012 die Stiftung Naturschutz am Galgenberg/Nordfriesland Sitkafichten und Lärchen. Ein Falter soll sich wieder ansiedeln.Die Bürger haben vor Wut geschäumt und sind auf die Strasse gegangen, ohne Erfolg. Weil der Scheckenfalter aber nicht freiwillig von Österreich nach NF übersiedelte hat man in diesem Jahr einige Tausen Raupen importiert, in der Hoffnung, dass der Falter sich endlich ansiedelt. Und das schlimme an der Angelegenheit ist, dass sich die Verantwortlichen auch noch im recht wähnen.Die paar Büsche an der Badestelle Elpersbüttel sind doch Peanuts und gar nicht erwähnenswert.

21.04.2017 14:38 Uhr

Reinhold Jensen: Sehr geehrte Frau Cornelius-Heide, danke für die Aufklärung im o.a. Bericht. Nun verstehe ich doch die sinnierend und kopfschüttelnd am Rande, der jetzt kahlen Park- und Schredderfläche, stehenden Personen. Es sind wahrscheinlich Ihre Mitarbeiter, die nun ein Gespür (Ihre Worte) für Ihr an der Flora und Fauna angerichtetes Zerstörungswerk bekommen sollen. Die bisherige Flora fiel Ihrem mobilen Schredder zum Opfer, die Fauna hat jetzt keine Deckung mehr, ebenso wie die dort Parkenden, die jetzt auch dort schutzlos dem Nordseewind ausgeliefert sind. – Aber dafür kann dort jetzt eine Orchidee blühen (Ihre Worte).-Toll ! Übrigends blühen am Holzweg beim Wattwurm auch Orchideen… Den Kahlschlag zwischen Seglerhallen und Wattwurm verstehen wahrscheinlich auch nur Sie. Wann sollen sich die zu bauenden Ferienhäuser in der entstandenen tiefen, nassen Senke amortisiert haben? Wahrscheinlich ebenso wenig wie die Strandkörbe oder das zusätzliche Kassenhäuschen (verformt sich zusehends). Die geplanten schwimmen Ferienhauspontons im Seglerhafen werden ohne aufwendige, kostenintensive Entschlickungsmaßnahmen, sehr bald auf Land in einer stinkenden Restbrühe (siehe Friedrichskoog) liegen. Was wollen Sie dort den Feriengästen mit deren Kindern bieten? Wie lange hat dann der restliche, bisher ungestörte Schilfgürtel am Holzweg des Wattwurmes noch Bestand? Wie stellen Sie sich eine Abwasserentsorgung vor? Wie stellen Sie sich die Ruhe für die verbleibende Tierwelt vor? Was wird im Winter aus den unbewachten, leeren Ferienhäusern (Stichwort Vandalismus!) Unvergessen sind die zerstörten Strandkörbe.- Immerhin wollen Sie schon bis 2018 ein Bebauungskonzept entwickelt haben! Hoffentlich werden darin dann auch die laufenden Unterhaltungs- und Betriebskosten Erwähnung finden. Ich denke, die Einzigen die an dem Unterfangen verdienen, werden die Gutachter und die Hersteller der Anlagen sein.Seit ca. 16 Jahren komme ich mehrmals die Woche in den Speicherkoog und erfreute mich vom Deich aus am Blick auf das Meer und zur Landseite auf die lebendige Flora und Fauna. Jetzt ärgern mich die riesigen braunen Kahlflächen. In den 16 Jahren habe ich so einige kuriose Beschilderungen und halbherzige, mit öffentlichen Geldern durchgeführte Maßnahmen im Koog erlebt. Die jetzigen Planungen reihen sich nahtlos, -mit Steigerung, in das bisherige Schema ein: Erstmal zerstören, Fördergelder abgreifen, dann bauen und dann mal gucken was daraus wird und wenn Sie dann ein Gespür für den angerichteten Unsinn bekommen haben, wird alles wieder sich selbst überlassen. Sie sollten vielleicht mal auf die Pächter der Kioske hören, die ständig mit den Besuchern und deren Wünsche in Kontakt stehen. In wie weit der Speicherkoog für längere Aufenthalte genutzt wird, könnten Sie vielleicht auch an der Platzwahl und Aufenthaltsdauer der Radwanderer und Wohnmobilnutzer ermessen….Übrigends, die Liegewiese am Deich ist z.Zt. von den dort seit Wochen rastenden Wildgänsen dicht mit Gänseschei.. belegt. Das Auslegen einer Liegedecke oder Barfußlaufen im Gras wird dadurch zu einer ekligen Angelegenheit. –Es sei denn man wertet es als Kurmaßnahme auf. Irgendein Gutachter dafür wird sich schon finden. Für die Gänse ist es wahrscheinlich die letzte Möglichkeit, weil sie im Land von den Landbesitzern oder Windkraftanlagen verjagt werden. Also auch hier: Weg damit? Reinhold JensenHeide

23.04.2017 10:11 Uhr