— Dithmarschen—

Störung im Kernkraftwerk Brunsbüttel

von Michaela Reh Dienstag, 23. Mai 2017 14:29 Uhr


 

Brunsbüttel (mir) Bei einer wiederkehrenden Prüfung ist im Kernkraftwerk Brunsbüttel in der vergangenen Woche erneut ein Fehler an einer Sprühwasserlöschanlage festgestellt worden. Wie bereits bei einem ähnlichen Ereignis im Jahre 2016 konnte ein Fernschaltventil durch die Kraftwerkswarte nicht ausgelöst werden. Das Ventil habe sich aber vor Ort durch eine Hand-Ansteuerung betätigen lassen. In den betroffenen Anlagenräumen wäre damit eine Brandbekämpfung mittels Löschanlage weiterhin möglich gewesen. Das hat die schleswig-holsteinische Reaktorsicherheitsbehörde gestern in Kiel mitgeteilt. Die Betreibergesellschaft Vattenfall habe das betroffene Ventil gegen ein Reserveteil ausgetauscht. Die Ursache des Ausfalls werde zurzeit vom Hersteller untersucht. Da sich der Fall wiederholt hat, hat die Reaktorsicherheitsbehörde eine Überprüfung vergleichbarer Auslösemechanismen in sämtlichen Brandschutzeinrichtungen des Kernkraftwerks veranlasst. Dabei wird insbesondere möglichen Alterungsmechanismen nachgegangen. Die Behörde will ebenfalls die Frage untersuchen, inwieweit in anderen kerntechnischen Einrichtungen in Schleswig-Holstein auch mit derartigen Fehlfunktionen gerechnet werden muss. Die Betreibergesellschaft des Kernkraftwerks Brunsbüttel hat das Ereignis der Meldekategorie N (Normalmeldung) zugeordnet und der Reaktorsicherheitsbehörde fristgerecht gemeldet. Die Behörde hat zur Bewertung des Ereignisses Brandschutzsachverständige hinzugezogen.





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