— Hamburg —

Aufarbeitung der G20-Krawalle dauert bis 2018

von DPA Freitag, 13. Oktober 2017 06:07 Uhr


Hamburg (dpa/lno) - Nach den Ausschreitungen beim G20-Gipfel rechnet Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) nicht mit einem schnellen Abschluss der Ermittlungen. Die Behörden gehen davon aus, dass sich die Arbeit der Soko «Schwarzer Block» auf jeden Fall in das nächste Jahr hineinziehen wird. «Es gilt den größten Umfang von Daten und Sachverhalten zu sichten und strafprozessual aufzubereiten, der jemals bei einem gewalttätig verlaufenen Großereignis in Deutschland angefallen ist», sagte Grote der Deutschen Presse-Agentur. Hamburgs Polizeisprecher Timo Zill sprach von einer «Mammutaufgabe».

Die Soko «Schwarzer Block», die die Krawalle rund um den Gipfel Anfang Juli aufklären soll, führt laut Grote aktuell 2000 Ermittlungsverfahren gegen Gewalttäter. Am Ende gingen die Behörden von «um die 3000 Ermittlungsverfahren» aus. Dem gegenüber stehen laut Innenbehörde 100 Verfahren gegen Polizisten durch das Dezernat Interne Ermittlungen (DIE). Der Großteil der Verfahren (81) gehe um Körperverletzung im Amt, teilte die Innenbehörde mit.





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