— Hamburg —

Bewährung für Stiefvater des toten Babys Lara Mia gefordert

von DPA · 10. Januar 2017 · 18:21 Uhr

Hamburg (dpa/lno) - Im Prozess um den Tod des Babys Lara Mia hat die Hamburger Staatsanwaltschaft am Dienstag eine Haftstrafe von einem Jahr und acht Monaten auf Bewährung für den Stiefvater des Kindes gefordert. Der 29-Jährige habe sich nach Überzeugung der Anklagebehörde des versuchten Totschlags durch Unterlassen, der gefährlichen Körperverletzung und der Verletzung der Führsorgepflicht schuldig gemacht, sagte ein Gerichtssprecher. Die Verteidigung sprach sich für eine Jugendstrafe auf Bewährung aus. Der Vorwurf des versuchten Totschlags habe sich nicht bestätigt, hieß es zur Begründung. Das Urteil soll am 19. Januar verkündet werden.

Das völlig unterernährte Baby war im März 2009 im Alter von neun Monaten gestorben. Ob die mangelnde Ernährung die Todesursache war, konnte auch von drei Gutachtern nicht mit Sicherheit geklärt werden. Der Lebensgefährte der Mutter war bereits 2010 zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Dagegen legte die Staatsanwaltschaft erfolgreich Revision ein. Die Mutter hatte zunächst auch eine Bewährungsstrafe erhalten. Dann wurde sie in einem erneuten Verfahren im Oktober 2011 zu einer Jugendstrafe von drei Jahren verurteilt.

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