— Schlaglichter—

Tillich sieht «unheimliche Melange» aus Rechtsextremen und AfD

von DPA · 13. September 2017 · 16:51 Uhr

Berlin (dpa) - Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat Verbindungen zwischen AfD, Rechtsextremisten und Reichsbürgern angeprangert. Es gebe eine «zum Teil unheimliche Melange aus Wutbürgern, Rechtsextremen, Reichsbürgern und der AfD», die auch für die Störungen der Wahlkampfauftritte von Bundeskanzlerin Angela Merkel verantwortlich sei, sagte er dem «Tagesspiegel». Diese Leute wollten gar keine Diskussion. Sie wollten ihren angestauten Frust ablassen. Tillich forderte auch ein entschiedeneres Vorgehen gegen Reichsbürger. «Wir sind viel zu lasch mit denen umgegangen.»

#BTW2017

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Leserkommentare

Karl Heinz Stein: Ach ja - wo sind denn die Politiker, mit denen man "diskutieren" kann? Vor allem - mit welchen Ergebnissen? Ich warte immer noch auf Antwort auf 3 Briefe, die an die neue Kieler Regierung bzw. Institutionen gingen. In welcher Welt leben diese heutigen Politiker eigentlich?

13.09.2017 19:34 Uhr

Thomas Müller: Stein rechtfertigt das Verhalten von Nazis, Reichsbürgern und AfDlern. Tillich hat Recht, wenn er sagt: "Diese Leute wollten gar keine Diskussion. Sie wollten ihren angestauten Frust ablassen." Das gilt auch für Stein.

13.09.2017 21:05 Uhr

Karl Heinz Stein: Schon mal darüber nachgedacht, lesen und verstehen zu üben?

14.09.2017 09:49 Uhr

Hans-Ulrich Neumann: Die Erfahrungen von Herrn Stein zeigen, wieso es zu der Meinung der Bürger kommt "die da oben machen ja doch, was sie wollen". Berufspolitiker sind leider nur zu oft realitätsfremde Zeitgenossen, die in einer Informationsblase leben, Menschen mit anderer Meinung, je nach Temperament, als Pöbel, Pack, Prekariat oder bildungsferne Schichten bezeichnen. Frau Merkel soll sich doch einmal hinstellen, einer Frau, die von einem ihrer "Gäste" (die leider nicht wieder gehen wollen, selbst, wenn sie es müssen) vergewaltigt wurde und ihr ins Gesicht sagen, daß das Einzelfälle sind. Es ist die Ignoranz der Realität, die die Menschen wütend macht. Nun kommt ein Herr Junker daher und will alle EU-Länder in den Euro haben, da sind Länder darunter, die aufgrund der Mentalität ihrer Bevölkerung nie die Kriterien erfüllen werden, aber ebenso Staaten wie Dänemark, deren Regenten so weise waren, die Währung nicht einzuführen und so die Bevölkerung zu Schuldnern für Schulden zu machen, die sie selbst nicht gemacht haben. Wer hier keine andere Meinung zuläßt, der ist kein Demokrat. Und wer nicht diskutieren will, ohnehin nicht. Die Politbonzen reden nur mit Vertretern großer Konzern, schon der kleine Handwerkmeister interessiert sie nicht.

14.09.2017 09:51 Uhr