Ausbildungsabbruch immer der letzte AuswegAgentur für Arbeit in Heide bietet BeratungsmöglichkeitenHeide (rd) Viele Auszubildende erleben während ihrer Ausbildungszeit Höhen und Tiefen. Immer wieder kommt es in schwierigen Situationen zu Ausbildungsabbrüchen (in Schleswig-Holstein wird so fast jedes fünfte Ausbildungsverhältnis beendet) mit Schwerpunkt im ersten Lehrjahr. Die Entscheidung zum Abbruch treffen die Jugendlichen oft, ohne mit jemanden vorher zu sprechen, ohne sich Gedanken um die Konsequenzen zu machen oder die Argumente pro und kontra abzuwägen. „Die Gründe für Ausbildungsabbrüche sind sehr unterschiedlich“, sagt Manfred Bobe, Teamleiter des Teams für Jugendliche unter 25 Jahren (Berufsberatung) der Agentur für Arbeit Heide. „Sie reichen von der Wahl des falschen Ausbildungsberufes, unzureichenden Ausbildungsergebnissen, bis hin zu betrieblichen oder privaten Problemen.“ Soweit muss es aber nicht kommen. „Unsere Berater wollen auch denjenigen Jungen und Mädchen helfen, die einen Ausbildungsabbruch in Erwägung gezogen haben“, erklärt Bobe. „Im Mittelpunkt der Beratung steht dabei immer die Frage, weshalb soll abgebrochen werden?“ Die Antwort darauf zeigt fast immer mögliche Lösungsvorschläge auf. So kann zum Beispiel bei Überforderung geprüft werden, ob innerhalb der Berufsgruppe der Beruf gewechselt beziehungsweise auf eine andere Ausbildung „umgesattelt“ werden kann. Möglich ist auch, die Ausbildung an einem anderen Ort oder in einer anderen Firma fortzusetzen. Generell sollten sich Jugendliche jedoch vor Beginn einer Ausbildung genau über Ausbildungsinhalte und Anforderungen des Berufsbildes informieren. Dazu bieten sich zum Beispiel Praktika in den Unternehmen an. Umfassende Informationen über die einzelnen Berufe und Ausbildungen finden die Jugendlichen auch im Internet-Center und im Berufsinformationszentrum (BIZ) der Agentur für Arbeit. Bei gesundheitlichen Problemen können Fachdienste der Agentur für Arbeit, beispielsweise der Ärztliche Dienst zu Rate gezogen werden. Sind Leistungsprobleme angezeigt, bietet die Agentur für Arbeit Stützunterricht in Form der ausbildungsbegleitenden Hilfe (abH) an. Zudem gibt es für Auszubildende die Möglichkeit, die regionale Ausbildungsbetreuerin für Dithmarschen, Astrid Boberg, unter astrid.boberg@ausbildungsbetreuung.de zu kontaktieren. In jedem Fall sollte aber immer die Berufsberatung vor Ort aufgesucht werden. Sie kann entsprechende Kontakte knüpfen und alternative Wege aufzeigen. „Ein Abbruch ist immer nur der letzte Ausweg“, zieht Bobe ein Fazit. 12. Juni 2007 |
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