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Kompetent wirken: Auf die Körpersprache kommt es an

Stuttgart (dpa/tmn) - Die Bewegungen fahrig, die Schultern eingefallen: Wer so in eine wichtige Verhandlung geht, hat oft schon verloren. Denn der ganze Körper strahlt Unsicherheit aus. Melanie Künzl, Coach für Körpersprache, hat auf der Didacta (14. bis 18. Februar) erklärt, wie es richtig geht:

Raum einnehmen: Selbstsichere Personen sprechen langsam und nehmen mit ihren Gesten Raum ein. «Sie wollen gehört und gesehen werden - und das strahl Souveränität aus», sagt Künzl. Sich selbst in einem Affentempo vorzustellen oder mit übereinandergeschlagenen Beinen im Bürostuhl fast unterzugehen, wirkt inkompetent.

Kopf gerade: Wer etwas Wichtiges zu sagen hat, sollte den Kopf bei der Aussage gerade halten. Manche wackeln in Vorträgen vor Aufregung mit dem Kopf, andere legen in wichtigen Gesprächen den Kopf schief. Beides wirkt unsicher. Und auf keinen Fall am Ende einer wichtigen Forderung lächeln. Die Aussage «Ich brauche die Unterlagen bis morgen» nimmt man viel ernster, wenn das Gegenüber am Ende des Satzes nicht freundlich grinst.

Sicher stehen: Wer einen klaren Standpunkt hat, steht auf beiden Beinen fest und unverrückbar. Das wirkt kompetent. Unsicher sieht es dagegen aus, wenn man ständig das Gewicht von einem auf das andere Bein verlagert oder - noch schlimmer - während des Vortrags hin und her tänzelt.

Brust raus: Wer zu sich und seiner Aussage steht, streckt die Brust heraus. So kriegt man auch besser Luft. Das sollten sich alle klarmachen, die wieder einmal die Schulter einziehen und sich dadurch selbst einige Zentimeter kleiner machen. Das wirkt schwach.

Den Stuhl ausfüllen: Die Beine auf dem Boden - und die Hände auf Brusthöhe: Gerade wer schmal ist, sollte sich auf einem Stuhl breit machen. Das strahlt Souveränität aus. Also: Wer wieder einmal die Füße überkreuzt hat, sollte sich schnell korrigieren.

Sich überprüfen: Strahle ich Kompetenz aus? Um das zu überprüfen, nimmt man sich am besten einmal selbst auf Video auf. Das ist in vielen Fällen heilsam. Denn dann sieht man häufig auf einen Blick, welche Gesten und Eigenheiten nachteilig sind.

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