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Was im Lebenslauf gar nicht geht

31. Januar 2017 · 13:40 Uhr

Berlin (dpa/tmn) - Bewerber sollten im Lebenslauf nur Praktika und Nebenjobs angeben, die Bezug zur Stelle haben. «Viele geben einfach alles an, was sie irgendwann einmal gemacht haben», sagt Torsten Schneider vom Bundesverband der Personalmanager.

Gebe es keinen Zusammenhang zur Stelle, seien das jedoch überflüssige Informationen. Im schlimmsten Fall ist der Lebenslauf dadurch überfrachtet, und beim Personaler entsteht der Eindruck, dass der Bewerber sich nicht auf das Wesentliche beschränken kann. Ebenfalls verzichtbar seien Angaben zum Beruf der Eltern sowie zum Familienstand.

Ein absolutes Tabu im Lebenslauf seien Rechtschreibfehler, sagt Schneider. Leider komme das immer noch vor. Entdeckt er das in einem Lebenslauf, sortiere er den Kandidaten sofort aus. Bewerber sollten das Dokument also mehrmals lesen und es zur Sicherheit von Familie oder Freunden gegenchecken lassen.

Minuspunkte gebe es für einen Kandidaten, dessen Kontaktdaten im Lebenslauf fehlen. Die Adresse sowie E-Mail- und Telefondaten sollten mindestens vorhanden sein. Immer noch sehe er in den Kontaktdaten skurrile E-Mail-Adressen. Das kann zum Beispiel «LittleMissSunshine91@yahoo.de» sein. So etwas gehe bei Bewerbungsunterlagen nicht.

Haben Bewerber zeitliche Lücken im Lebenslauf - etwa zwischen zwei verschiedenen Jobs -, sollten sie diese unbedingt erklären. Die schlechteste Variante sei, gar nichts zu schreiben, sagt Schneider. Dann gingen viele Personaler automatisch davon aus, dass ein Thema verheimlicht werden muss. Besser sei deshalb, dort etwas zu schreiben.

Dem Lebenslauf kommt bei einer Bewerbung besonderes Gewicht zu: Laut einer Umfrage des Jobportals Staufenbiel Institut und der Unternehmensberatung Kienbaum checken drei von vier Personalern (75 Prozent) bei Bewerbungen als Erstes den Lebenslauf.

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