|
Hilfe bei Neurodermitis und ein besonderer Dichterwettbewerb
Büsumer Gymnasiasten schreiben Berichte für unsere Zeitung
Büsum
(rd) Die Klasse 10a des Nordsee-Gymnasiums hat bei „Schule macht Zeitung“ mitgemacht. Dabei verfassten die Schüler auch eigene Artikel, die wir in loser Reihenfolge abdrucken:Carsten Stöfen: Neurodermitis
Vermutlich haben viele Menschen die Kontroverse um das Heilmittel gegen Neurodermitis im Oktober mitbekommen. Ein Mann erfand bereits vor 20 Jahren ein denkbar einfaches, nahezu nebenwirkungsloses und effektives Mittel aus Avocadoöl und Vitamin B12 gegen Neurodermitis und Schuppenflechte. Unter diesen Krankheiten leidet rund ein Zehntel der Weltbevölkerung. Ein großer Markt also für die Hautcreme. Doch kein Pharma- Unternehmen wollte das Mittel kaufen. Dies lag sehr wahrscheinlich nicht am Patentwert von rund einer Milliarde Euro, sondern an den Pharma- Unternehmen selbst. „Diese sind mehr darauf aus, ihre teuren Mittel zu verkaufen, die aber viele Nebenwirkungen haben“, so der Erfinder der als Regividerm bekannten Hautcreme, Karsten Klingelhöller. Seine 20-jährige Odyssee scheint nun ein Ende gefunden zu haben. Als die ARD eine Reportage über diesen Vorfall ausstrahlt, meldet die Firma „Regeneratio Pharma“, der das Patent gehört, dass sie mithilfe eines Schweizer Pharma-Unternehmens das Mittel für zirka 29 Euro pro 100 Milliliter auf den Markt bringen wird. Inzwischen kann man „Regividerm“ im Internet bestellen oder in einigen Apotheken kaufen.
Till Papenfuß: Poetry Slam
Poetry Slam ist eine Art von Dichterwettbewerb. Es bedeutet so viel wie Poesie aus dem Stehgreif. Es setzt sich aus drei wichtigen Aspekten zusammen. Ein Slam ist es nur dann, wenn das Publikum den Sieger bestimmt, das heißt eine Gruppe aus dem Publikum wird nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und beurteilt als Jury die Teilnehmenden „Slamer“. Dann ist es wichtig, dass die Texte selbstgeschrieben wurden. Der letzte Aspekt ist das Zeitlimit, ohne das ein jeder Slam deutlich an Spannung verlieren würde. Entgegen der Erwartung bei einem so genannten Dichterwettbewerb ist das Reimschema nicht wichtig, meist ist es nicht einmal vorhanden.
Hier in der Nähe ist Poetry Slam nicht sehr populär, in Dithmarschen gab es nur Björn Hoegsdal, einen Slamer aus Kiel, der versucht hat, in Heide die Begeisterung der Jugenlichen für Poetry Slam zu wecken. Zu seinem Workshop aber erschienen nur wenig Teilnehmer. Die nächsten Poetry Slams sind in Wedel, nahe Hamburg oder in Flensburg.
Ursprünglich kommt Poetry Slam aus den USA, genauer aus Chicago. Der erste Poetry Slam fand im berühmten Jazz Club Green Mile statt und wurde dort von einem Bauarbeiter organisiert, dem die üblichen Lesungen, bei denen das Publikum schweigend zuhören musste, zu langweilig wurden. Inzwischen wird in mehr als 70 deutschen Städten regelmäßig „geslammt“. Die Teilnehmer kommen aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten.
15. Dezember 2009 |