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Die Geschichte entsteht wie ein Blitz
Für das Projekt „Schule macht Zeitung“ steht Krimi-Autorin Petra Winter Rede und Antwort
Albersdorf
(rd) Im Rahmen der Aktion „Schule macht Zeitung“ hat Thore Richters von der Albersdorfer Regionalschule ein Interview mit Petra Winter geführt. Er lernte sie im März 2009 kennen, als sie ihren Krimi „Mysteriöse Entdeckungen“ vorstellte. Jetzt wollte Thore von ihr wissen, wie man Krimiautor wird.Thore Richters: Hallo, schön dass wir uns treffen konnten.
Petra Winter: Hallo Thore, was möchtest Du denn alles wissen?
Erst mal würde ich gerne wissen, wo Sie herkommen und welche Schule Sie besucht haben.
Aufgewachsen bin ich in Bargenstedt und habe in Meldorf die Hauptschule besucht. Im Anschluss war ich auf der Handelsschule.
Wie gut waren Sie in der Schulzeit in Deutsch?
Super im Aufsatz und im Diktat, nur mit Punkt- und Kommaregeln stand und stehe ich auf Kriegsfuß.
Als echte Dithmarscherin können Sie auch Plattdeutsch lesen und schreiben?
Lesen und Reden ist kein Problem. In der 8. Klasse habe ich damals beim Landeswettbewerb, Plattdeutschlesen den 4. Platz belegt. Leider kann ich aber nicht in Plattdeutsch schreiben.
Wann haben Sie Ihre erste Geschichte geschrieben?
Da war ich elf Jahre alt. Die Geschichte hieß: Igor, das Mondmännchen. Igor fiel vom Mond und die Tiere des Waldes halfen ihm, wieder auf den Mond zu kommen.
Haben Sie ein Lieblingsbuch?
Ich mag ganz viele verschiedene Richtungen, aber ganz besonders die Geschichten von Hans-Christian Andersen.
Wie entsteht bei Ihnen ein neues Buch?
Oh, das geht ganz schnell. Wie ein Blitz entsteht ein Grundgerüst einer Geschichte. Dann schreibe ich mir alle weiteren Ideen und Gedanken als Stichpunkte und Notizen auf Zettel. Die Reihenfolge der Handlung entsteht im Kopf. Wenn ich dann einen roten Faden durch die Geschichte gefunden habe, fange ich an zu schreiben.
Wie kommen Sie auf diese Ideen und Gedanken für Ihre Geschichten?
Überall, wo man Leute trifft und beobachtet, kann man sich Anregungen holen, z.B. saß ich mal in einem Café und bekam einen Streit zwischen einem jungen Paar mit. Im Verlauf meinte die Frau zu ihrem Freund: „Du denkst auch nur von der Tapete bis zur Wand!“ Solche Sprüche werden sofort notiert. Darum habe ich auch immer Papier und Stift in meiner Handtasche. Manchmal wird eine Idee aber auch durch ein Geräusch oder einen Geruch ausgelöst.
Im Frühjahr haben Sie aus Ihrem Manuskript „Mysteriöse Entdeckungen“ vorgelesen. Dieser Krimi spielt in Amerika. Jetzt haben Sie gerade einen „ Büsum-Krimi“ geschrieben. Soll es wieder eine Autorenlesung geben?
Eher nicht. Da ich ja leider noch keinen Verlag gefunden habe, der meine Bücher veröffentlicht, kann ich meine Krimis nicht als Buch anbieten. Das ist dann für die Besucher meiner Lesungen blöd, wenn sie nicht gleich das Buch erwerben können, um weiter zu lesen.
Was für einen Verlag suchen Sie ?
Mir würde ein unbekannter Verlag, der viele Genres (Arten) verlegt, gefallen.
Würden Sie Ihre Bücher auch in anderen Ländern veröffentlichen wollen?
Das wäre ein Traum.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und hoffe, dass Sie bald einen Verlag finden. Den Büsum-Krimi würde ich zu gerne lesen. Danke, dass Sie sich die Zeit für mich und die Leser genommen haben.
21. Dezember 2009 |