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Sprachspiele
Albersdorf
– Mit großem Ernst ging es los mit der Arbeit beim Projekt „Schule macht Zeitung macht Schule“. Wir haben uns gedacht, es müsste doch auch einmal anders gehen. Mit großem Spaß zum Beispiel.
Nun gibt es ja unzählige Möglichkeiten, mit Sprache zu spielen. Wo also anfangen, wo aufhören? Einer Mitschülerin fiel ein, dass ihr Nachbar gerne ironisch wird und dass das oft witzig klingt. Das war doch schon mal etwas. Dann hatte jemand plötzlich ein total verdrehtes Sprichwort parat. Da ließe sich auch hinterhaken. Nun noch etwas Weihnachtliches. Vielleicht aus dem Bereich „Kinderversprecher“? Mal sehen. Wir machten uns also auf, um bei Freunden, Nachbarn und Verwandten pfündig zu werden. Es kam dabei – wie wir finden – viel Erfreuliches heraus:
Ironisch oder ernst gemeint?
-Der Albersdorfer Gemeinderat ist ein Herz und eine Seele.
-Die Regionalschule ist das, was alle immer wollten.
-HS-wird deutscher Meister.
-Der nächste Albersdorfer Bürgermeister kommt vom Albersdorfer Bürger-Bündnis.
-Schön, dass es weltweit immer wärmer wird.
-Der Kreis Dithmarschen hat ein durchstrukturiertes Verkehrssystem.
-Tränen lügen nicht.
-In Albersdorf stimmen und stimmten immer alle öffentlichen Uhren.
-Die SG Hademarschen II – Albersdorf (Fußball) hat die Kreisklasse B aufgemischt.
-Frau Merkel ist auch innenpolitisch souverän.
-Der Kreisel in Albersdorf ist optimal.
Du meinst, das sei alles ironisch. Na, wenn du meinst. – Bei den folgenden Sprichwörtern und Redensarten ist immer irgendetwas durcheinander geraten. Vielleicht kannst du ja wieder zu den Ursprüngen zurückfinden?
Redewendungen und Sprichwörter verkehrt
-Ein Spatz in der Hand ist besser als ein Loch in der Hose.
-Morgenstund ist aller Laster Anfang.
-Üb’ immer Treu und red’ nicht viel!
-Eine Krähe macht noch keinen Winter.
-Wie man sich bettet, so tönt es heraus.
-Glauben Sie ja nicht, wen Sie vor sich haben!
-Ach, reden Sie doch keine Ahnung!
-Das schlägt dem Fass die Krone mitten ins Gesicht.
Und zum Schluss soll es nun ein bisschen weihnachtlich werden. Wir haben ein paar Kinderversprecher in Weihnachtliedern aufgetan. Kinder setzen ja gerne bei Wörtern, die sie nicht kennen, oder bei Sinnzusammenhängen, die sie nicht verstehen, etwas ihnen Vertrautes ein.
Kinderversprecher zu Weihnachten:
-Da liegt es, das Kindlein, auf Heu und auf Stroh, Maria und Joseph betrachten sich froh.
-Steht auch mir zur Seite, still und unerkannt, dass es treu mich leite an der linken Hand.
-Kehrt mit seinem Säbel ein in jedes Haus.
-Uns ist ein Kindlein heut gebor’n von einer Jungfrau aus Elmshorn.
Regionalschule am Brutkamp, Klasse 8a: Philipp Herzog, Aljoshua Hilker, Dominik Maaßen, Dirk Neumann, Marc Rößner und Tammo Thies
24. Dezember 2009 |