Aus Müll mach Wertstoff
In der KBA Bargenstedt werden Kompost, Bauschutt und Pappen für die Wiederverwertung aufbereitet
Bargenstedt – Kompost-Bauschutt-Altstoff (KBA), so lautet der Name eines Recyclinghofes in Bargenstedt. Die KBA wurde 1989 gegründet, damals war sie nur für Bauschutt- und Grünabfallaufbereitung zuständig, heute kommt auch noch Bioabfallkompostierung, Altholz-, Bioabfall- und Dachpappenaufbereitung sowie Lieferung von Brennstoffen an zum Beispiel Heizkraftwerke hinzu.
Diese Tätigkeiten verrichten sie mithilfe von drei Zerkleinerern, sechs Siebanlagen, sieben Radladern, zwei Baggern und zwei Staplern. Dort arbeiten 30 Mitarbeiter, außerdem sind dort vier Auszubildende, drei davon werden als Bürokauffrauen ausgebildet, einer als Land- und Baumaschinenmechaniker.
Auf dem 13 Hektar großen Gelände, das übersät mit Haufen aus Bauschutt und Abfällen ist, stehen viele Hallen. In ihnen lagern verschiedenste Materialien, zum Beispiel Restmüll, Sperrmüll, Dachpappe, gelbe Säcke, Glas, Bauabfälle und geschreddertes Holz. Außerdem arbeiten dort viele Sortier- und Schreddermaschinen, mit denen aus Gartenabfällen Kompost gemacht wird, der dann als gute Erde verkauft werden kann, oder aus Bauschutt wird hochwertiges Recyclingmaterial, das man für die verschiedensten Zwecke benutzen kann.
In der Halle, in der viele Küchenabfälle sortiert werden, ist so eine schlechte Luft, dass die Luft weggesaugt werden muss, damit es nicht auf dem ganzen Gelände übel riecht. Auch gibt es noch eine Halle, in der die Dachpappe aufbereitet wird, dort müssen die Arbeiter Schutzkleidung und eine Atemmaske tragen, damit sie nicht die schädliche Luft, die das Öl in der Dachpappe verbreitet, einatmen. Auch haben dort die Radlader Frischluftzufuhr, und der Arbeitsbereich wird sorgfältig vom Kundenbereich getrennt. Sicherheit geht vor. Die KBA verbraucht zwar eine Energiemenge, die 4000 Haushalten entspricht, doch durch ihre Brennstoffe liefert sie auch gleichzeitig wieder eine Energie, die 170 000 Haushalte versorgen kann.
Die Fahrzeuge, die dort ihre Materialien loswerden wollen, werden zuerst gewogen, damit man den Preis bestimmen kann. Die Rechnung wird in einem der vielen Büros aufgestellt, dies ist eine der Tätigkeiten der Büroangestellten. In gewisser Weise trägt die KBA auch zu einem besseren Klima bei, denn der Kompostboden, den sie herstellt, ist sehr fruchtbar, speichert Kohlenstoff, hält eine ausgeglichene Bodentemperatur und lässt nur geringe Verdunstung zu. Dadurch ist diese Erde ein natürlicher CO2-Speicher, zudem wachsen auf dem Boden die Pflanzen auch gut, die zur Verbesserung des Klimas beitragen. Sie trägt sogar noch zum Bau von Reitplätzen bei, indem sie die spezielle tritt- und sprungfeste Erde dazu liefert.
Die Umwelt wird von der KBA auch nicht belastet, denn die Sickerwasserfassung wird zum Beispiel immer kontrolliert, das Gelände wird regelmäßig seitens aller beteiligten Behörden untersucht und der Deponieraum wird durch konsequente Wiederverwertung von Wertstoffen geschont. Auch liefert dieser Recyclinghof Tipps zum Aussäen von verschiedensten Pflanzen und zur guten Nutzung von Humus und Reifekompost.
Jannes Lucht und Marvin Böhmke, 8b der Meldorfer Gelehrtenschule

20. Januar 2010