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Amokläufe, ein grausamer Trend?
Schüler kritisieren Notfall-Pläne
Dithmarschen
– Amoklauf ist ein Thema, das immer wieder durch die Nachrichten, Zeitungen und andere Medien geht. Immer häufiger kündigen Schüler und in seltenen Fällen auch Schülerinnen einen Amoklauf an einer Schule an. Ob dies über das Internet oder von Gesicht zu Gesicht geschieht, ist immer unterschiedlich.
Einige Schulen, wie das Gymnasium Heide-Ost (GHO), wurden sogar für einen Tag geschlossen oder der Unterricht, wie an dem Marner Gymnasium, von der Polizei bewacht. Dieses Thema ist sehr aktuell, und viele Schüler haben mit ihren Lehrern und mit ihren Eltern sowie mit Freunden darüber gesprochen. In den meisten Schulen gibt es einen „Notfall-Plan“, der vorschlägt, was im Falle eines Amoklaufes zu tun ist. Die Mehrheit der Schüler kennt diesen Plan auch, doch trotzdem denken einige der Schüler und Schülerinnen, dass diese „Notfall-Pläne“ Lücken haben.
Beispielsweise kennt der Täter, wenn er von derselben Schule kommt, was bei den meisten Amokläufen an Schulen der Fall war, den „Notfall-Plan“ auch. Darüber hinaus könnte es sein, dass in der Panik niemand an den Plan denkt. Sogar einige Lehrer, die wir ebenfalls befragt haben, wissen entweder nicht ganz genau, was zu tun wäre, oder sie glauben nicht, dass der Plan ihrer Schule problemlos umsetzbar ist. Nur ein geringer Teil der Schüler und Schülerinnen sowie Lehrer und Lehrerinnen denkt, dass ein solcher „Notfall-Plan“ funktioniert.
Erschreckend ist auch, dass unserer Befragung nach ein kleiner Teil Schüler bei einem Verdacht auf einen Amoklauf einfach zu Hause bleiben würde und dass viele auch niemandem Bescheid sagen würden. Doch es bleiben die Fragen, die viele Menschen beschäftigen: Wieso sind Amokläufe zu einem solchen Trend geworden und, noch viel wichtiger, wie können wir so etwas verhindern?
Lea Pauline V., Lisa Marie D., Nina E., Catharina B., Klasse 8b, Meldorfer Gelehrtenschule
20. Januar 2010 |