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Eine Tafel Schokolade verbessert die Welt
Auch beim Einkauf alltäglicher Dinge sollte man ihre Herstellungswege bedenken
Heide – Im Rahmen unserer Projektes Schule macht Zeitung haben Anja Rattay und Selina Stühmer aus der U IIId des Werner-Heisenberg-Gymnasiums den folgenden Artikel verfasst.
30 Cent pro Kilogramm Kakao sind nicht genug, um ausreichend für die Familie zu sorgen. Norbert Abé Kouarmé von der Elfenbeinküste gehörte einst zu den vielen Kakaobauern, die nicht genug Lohn bekamen.
Doch dank des fairen Handels hat sich der Preis seiner Produkte verdoppelt. Mit anderen Bauern hat er sich in der Kooperative „Kavokiva“ zusammengetan. Gemeinsam liefern sie ihre Ernte an die „gepa“ (Gesellschaft für partnerschaftlichen Handel).
Seitdem hat sich das Leben seiner Familie deutlich verbessert. Seine Tochter Larissa und ihr kleinerer Bruder können nun zur Schule gehen. Die Eltern sind glücklich, in ihrem Dorf bleiben zu können und nicht wie viele andere Arbeit in der Stadt oder bei den Besitzern der großen Plantagen suchen zu müssen.
Der faire Handel ermöglicht vielen Kleinbauernfamilien in aller Welt ein ausreichendes Einkommen, denn hier erhalten sie, unabhängig vom schwankenden Weltmarktpreis, einen zuverlässigen Mindestpreis.
Die Produkte werden deutschlandweit in mehr als 800 Weltläden verkauft. Einer von ihnen ist seit 2003 in Heide zu finden. Dort stehen in den Regalen zum Beispiel Kaffee, Tee, Reis und natürlich Schokolade aus dem Kakao von „Kavokiva“.
In Deutschland essen Kinder und Erwachsene im Durchschnitt 8,2 kg Schokolade pro Jahr. Die Weltläden haben sich zum Ziel gesetzt, immer mehr Leute davon zu überzeugen, dass man beim alltäglichen Einkaufen Menschen in aller Welt helfen kann, wenn man öfter zu den Produkten des fairen Handels greift.
Das Motto des Weltladens in Heide lautet : „Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern.“
21. Januar 2010 |