Eine Hoffnung für Wesselburen
Von Maik von Dollen
Wesselburen
– „Früher war Wesselburen eine hübsche lebendige Stadt. Das hat sich jedoch stark verändert”, sagt die seit Jahren in Wesselburen lebende Doris K. (Name geändert). Jetzt sind die Straßen wie leergefegt.
„Es gab früher viel mehr Lokale und Geschäfte, wo sich die Leute trafen”, meint die 86-Jährige. Heute stehen viele Häuser leer und immer mehr Geschäfte müssen schließen. Lebensmittelläden gebe es noch genug, aber ein Textilwarenladen fehle, findet der 44-jährige Peter F. „Für jedes Paar Socken muss man gleich nach Heide oder Büsum fahren.“
Dies ist ein Grund, warum Menschen aus Wesselburen wegziehen. Ein anderer Punkt, der damit verbunden und besonders für die jungen Leute wichtig ist, ist die Arbeitsperspektive. „Warum sollte man hier bleiben? Es ist unwahrscheinlich, dass hier aus einem was wird“, so Matthias H. Wesselburen wird immer leerer. „Man sieht es an allen Ecken“, meint der 16-Jährige dazu.
Jetzt aber hat sich eine Gruppe von Geschäftsleuten aus Wesselburen zusammengeschlossen, die die Stadt verschönern und wiederaufbauen will. So trugen sie dazu bei, dass die alte Deutsche Eiche abgerissen wurde und um die Kirche Krokusse gepflanzt wurden. Der “runde Tisch” fordert dazu auf, dass weitere Menschen an der Verschönerung Wesselburens mitwirken und Mitglied werden. Der runde Tisch wird von den Leuten als positiv eingeschätzt. Hierzu meinte Doris K.: „Es sind alles Leute, die etwas tun wollen und auch können. Der runde Tisch ist eine Hoffnung für Wesselburen.”

02. März 2010