Prügeln und schlagen
Immer mehr Jugendliche gewalttätig
Von Thure Hanßen
Büsum
– Pügeln, treten, schlagen: Es gibt viel zu viele Jugendliche in Deutschland, bei denen so etwas zum Alltag gehört. Wenn man in diesen Tagen über das Thema Jugendgewalt spricht, kommt schnell ein Name ins Gespräch: Dominik B., der Mann, der kleine Kinder vor zwei Jugendlichen beschützen wollte. Der Preis dafür war sein Leben. Die beiden Jugendlichen traten und schlugen den Mann auf brutalste Weise zu Tode. Jeder kennt diese Geschichte, und die Menschen sind noch immer erschüttert Viele fragen sich, wie es zu so einer schrecklichen Tat kommen konnte. Die Zahl der tatverdächtigen Jugendlichen bei Gewaltdelikten hat sich in den vergangenen 14 Jahren nahezu verdoppelt. In vielen Fällen sind Jugendliche mit Migrationshintergrund die Täter. 22,5 Prozent der Tatverdächtigen waren im vergangenen Jahr Jugendliche ohne deutschen Pass.
Besonders schlimm ist, dass die Jugendlichen inzwischen auch weiter schlagen und treten, wenn das Opfer bereits auf dem Boden liegt und sich nicht mehr bewegt. Gründe für die hohe Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen sind meistens: ein sozial schwaches Umfeld, woraus sich auch oft Streit zwischen den Eltern der Jugendlichen ergibt. Der Vater hat keine Argumente mehr und schlägt zu. Da die Eltern Vorbilder für ihre Kinder sind oder sein sollen, gehen die Jugendlichen auf die Straße zu ihren Freunden, und schon beim kleinsten Konflikt wird zugeschlagen.
Deswegen sollte man nicht die komplette Schuld auf die Jugendlichen schieben, sondern auch mal gucken, was man selber falsch gemacht haben könnte, wenn der Sprößling wieder einmal von der Polizei nach Hause gebracht wird.

02. März 2010