— Heide —

Schäden nach Unwetter – A 23 gesperrt

von Dana Christine Müller, Michael Behrendt Donnerstag, 9. August 2018 20:49 Uhr


Heide -

Ein Unwetter hat am Abend für zahlreiche Feuerwehreinsätze in Dithmarschen gesorgt. Vor allem umgestürzte Bäume beschäftigen die Einsatzkräfte. 

Mehr als 100 Einsätze verzeichneten die Dithmarscher Wehren bis 21 Uhr. Die erste Unwetterfront, die zwischen 19 und 21 Uhr über den Kreis zog, traf vor allem das mittlere und das nördliche Dithmarschen. Ob Gudendorf, Büsum, Meldorf, Lohe-Rickelshof oder Heide: Das Gewitter, das mit starkem Wind einherging, hatte vor allem eine Folge: Bäume und Äste fielen beziehungsweise drohten zu fallen. „Bis 20 Uhr hatten wir 88 Einsätze“, schildert Ole Kröger, Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Dithmarschen. Bei allen handelte es sich um technische Hilfe, also eben Bäume oder Äste. Vollgelaufene Keller oder andere Räume verzeichneten die Einsatzkräfte hingegen bis dahin nicht. „Das ist gut abzuarbeiten“, so der Pressesprecher.

Wie die Rettungsleitstelle West mitteilt, traf das Unwetter Dithmarschen im Vergleich zu den Kreisen Steinburg und Pinneberg am Schlimmsten. Bis 20.30 Uhr waren für Steinburg zwölf und für Pinneberg neun Notrufe eingegangen, für Dithmarschen hingegen 92. Bis 20.50 Uhr stieg die Zahl der Einsätze noch weiter auf 105.

Zwei davon betrafen die Autobahn 23 im Bereich der Anschlussstelle Albersdorf. Bereits um 19.42 Uhr war die Feuerwehr alarmiert worden, weil in der Abfahrt in Richtung Norden ein Baum auf der Straße lag. Später kam ein weiterer Einsatz auf der Gegenrichtung dazu. Dort war ein Baum direkt auf die Autobahn gefallen und blockierte beide Fahrspuren. Die Polizei musste die A 23 daher in Richtung Hamburg sperren.

In Lohe-Rickelshof wurde der Loher Weg voll gesperrt. Grund waren zwei Linden, die direkt hinter der Ortsgrenze zu Heide umgekippt waren. Auch im südlichen Dithmarschen, wie in Friedrichskoog mit mindestens drei Einsätzen und Brunsbüttel, fielen Bäume und Äste – auch wenn dieser Teil des Kreises nach Einschätzung von Ole Kröger gut wegkam.

Auch wenn das Ärgste durch ist: Es bleibt zunächst stürmisch. Vor allem ab der zweiten Nachthälfte bis zum frühen Vormittag warnt der Deutsche Wetterdienst vor Sturm- und schweren Sturmböen (Bft 9 bis 10), auf den Nordfriesischen Inseln seien einzelne orkanartige Böen (Bft 11) nicht ausgeschlossen. Am Freitagvormittag soll der Wind dann rasch abnehmen, ab mittags sind lediglich im Küstenumfeld noch einzelne steife Böen (Bft 7) zu erwarten. 





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