— Dithmarschen—

A wie Apfel - oder Apple

von Jörg Lotze Mittwoch, 3. Mai 2017 13:51 Uhr


 

Bili-Angebot im Loher Weg: Englischunterricht ab der ersten Klasse 

Heide (rd) Seit 12 Jahren haben einige Schüler des Werner Heisenberg-Gymnasiums (WHG) das Fach Englisch auf ihrem Stundenplan stehen und können sagen, dass sie enorm von dieser Lernweise profitiert haben. In der Grundschule haben wir gelernt, was alle anderen Grundschüler auch lernen: Lesen, Schreiben und das kleine 1×1, ein bisschen Heimatkunde, das Standartprogramm eben. Mit einer kleinen Besonderheit.

Vermittelt wurde uns das Ganze auf Englisch. Ausgeschlossen davon war natürlich der Deutschunterricht, aber in Mathe hieß es bei uns „one plus one equals two“ anstatt „eins und eins macht zwei“ und in Musik wurde Bruder Jakob zu Brother Jacob. Dadurch, dass mit dem Beginn der Schulzeit Englisch gehört und mit uns gesprochen worden ist, haben wir es gar nicht wirklich als Lernen wahrgenommen. Es geschah vielmehr nebenbei, beispielsweise durch Bilder, unter denen der englische Begriff für das Abgebildete stand. Durch diese Methode lernten wir in kurzer Zeit viele wichtige Vokabeln, konnten in der zweiten Klasse bereits uns und unsere Interessen vorstellen und lasen in der dritten Klasse erste Kurzgeschichten auf Englisch, während in anderen Grundschulen in der dritte Klasse erstmals Englisch als Schulfach in den Stundenplänen erscheint. 

Auch auf der weiterführenden Schule, in unserem Fall dem WHG, bestand für uns die Möglichkeit, weiterhin Englischstunden mit anderen Anforderungen zu nehmen, im Rahmen des sogenannte ACE-Kurses. Dieser fand parallel zu den normalen Englischstunden statt, und dadurch, dass die Grammatik weitgehend von uns beherrscht wurde und ein gewisses Vokabular bereits vorhanden war, lag hier der Fokus auf dem Sprechen und Hören. Es wurden viele Referate gehalten, Höraufgaben bearbeitet und Filme geschaut, anders als in den normalen Kursen, in denen sich meist an einem Workbook orientiert wurde und einiges noch auf Deutsch erklärt werden musste. 

Schüler, die sich in diesen Kursen unterfordert fühlten oder durch besonders gute Leistungen auffielen konnten ebenfalls in den ACE- Kurs wechseln. Für uns war dieser Kurs optimal, da er sich nicht nur unserem Können anpasste und wir, die alle auf verschiedene Klassen aufgeteilt waren, endlich wieder Unterricht zusammen hatten. Wir für unseren Teil profitieren auch jetzt im Abschlussjahr noch immer von dieser bilingualen Erziehung: mündliche Prüfung, wie sie in der 9., 10. und 12. Klasse in Englisch vorgesehen sind, bereiten uns keinerlei Sorgen, Filme und Serien können auch ohne Untertitel problemlos auf Englisch geschaut werde. und wer nach dem Abitur etwas von der Welt sehen will, wie beispielsweise Feline von Feldmann, die Schülerin des ersten Bili-Jahrganges war und jetzt durch Neuseeland reist, wird sich definitiv verständigen können. Mit Englisch kommt man heutzutage überall weiter.

Aktuell sind in der Klaus-Groth-Schule für das kommende Schuljahr noch einige Bili-Plätze frei. Die Kinder lernen die Fremdsprache Englisch durch den täglichen Gebrauch wie die Muttersprache und beherrschen nach vier Schuljahren ein umfangreiches Repertoire. In der heutigen Zeit der Globalisierung erweist sich der selbstverständliche Umgang mit einer Fremdsprache als ein hervorragendes Rüstzeug für die berufliche Entwicklung, Kommunikation mit nichtdeutschsprachigen Menschen sowie Auslandsaufenthalten.





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