— Friedrichskoog —

Arbeiten am Schöpfwerk in Friedrichskoog verzögern sich weiter

von Dana Christine Müller Mittwoch, 11. Juli 2018 14:28 Uhr


Friedrichskoog -

Bis zu den Pumpen können die Besucher nicht gehen. Auf einem Teil des Weges fehlt noch der Estrich – eine der immer weniger werdenden Dinge, die auf der Baustelle des Schöpfwerkes zu erledigen sind. 

Auf September verschoben

Und trotzdem wird der voraussichtliche Fertigstellungstermin nach hinten verschoben. Bis September soll nun alles komplett fertig sein, sagt Baustellenleiter Dietmar Trox von Peters Bau. 

Der Grund für die erneute Verzögerung ist einfach zu benennen: Wie bei anderen Baustellen auch, sorgt die hohe Nachfrage dafür, dass es in Friedrichskoog langsamer voran geht als geplant oder gehofft. „Schleswig-Holstein boomt, und zwar nicht nur, was den Tourismus angeht, sondern auch in Bezug auf die Arbeit“, sagt er. Alle Firmen hätten mehr als genug zu tun – und können daher nicht von heute auf morgen die Arbeit an der Baustelle am ehemaligen Friedrichskooger Hafen aufnehmen. „Man hat eine Planung, und wenn eine Sache nicht passt, verzögern sich andere.“ Insgesamt sei aber alles auf einem guten Weg. 

Unter anderem wurden inzwischen die drei Pumpen eingebaut, die zusammen 8,4 Kubikmeter Wasser pro Minute in Bewegung bringen. Auch die Trafos sind installiert und zum Teil mit den Pumpen verkabelt, schildert Volker Jasper. Der Mitarbeiter des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz ist zuständig für den Neubau und die Instandsetzung von konstruktiven Küstenschutz- und Hafenanlagen. Ebenfalls schon eingebaut: die Schaltschränke. 

April war geplant

„Die Gebäudehülle ist soweit fertig“, schildert Trox. Das Dach fehlt noch. Sobald das drauf und der Strom da ist, gehe es in den Endspurt. Dazu gehören dann nicht nur Teile des Innenausbaus, sondern noch weitere Baustellen: die Pflasterung im Außenbereich etwa oder die Installation der Rechenreinigungsanlage, mit der das Treibsel aus dem Wasser gefischt wird. 

Momentan sind Arbeiter unter anderem mit dem Hochziehen der Innenwände beschäftigt und damit, den Bau einer Außentreppe vorzubereiten. 

Die Fertigstellung des Bauwerkes war ursprünglich für Mitte April vorgesehen. Dem lag aber auch ein straffer Zeitplan zugrunde. Wetter, ein gerichtlich verhängter Baustopp und eine defekte Pumpe hatten das Ganze aber in die Länge gezogen.  





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