Heide aktualisiert

Bahnunfall im Rüsdorfer Moor: Unfallfahrer verstorben

Der Autofahrer, der am Mittwochabend im Rüsdorfer Moor einen Unfall mit einer Regionalbahn verursacht hat, ist in der Klinik seinen schweren Verletzungen erlegen. Die Ermittlungen zum Unfallhergang laufen.

Nach derzeitigen Erkenntnissen überquerte der 43-Jährige aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde um 17.24 Uhr mit seinem Nissan den unbeschrankten Bahnübergang Futterdamm in Richtung Süden scheinbar ungebremst und stieß mit dem Triebwagen eines Zuges, der aus Richtung Heide kommend in Richtung Neumünster unterwegs war, zusammen. Zwar gab der Zugführer noch warnende Hupsignale ab, der Autofahrer reagierte jedoch nicht, so Polizeisprecherin Merle Neufeld. Sein Wagen wurde über rund 350 Meter mitgeschleift. 

Der Mann erlitt bei dem Unglück schwere Verletzungen. Ein Rettungswagen brachte ihn in ein Krankenhaus, wo er in der Nacht verstarb. 

Ein Zugbegleiter und ein Fahrgast zogen sich bei dem Unfall leichte Verletzungen zu, die übrigen rund 30 Passagiere den Angaben zufolge blieben unversehrt. Sie verließen die Bahn über die Gleise, Busse transportierten sie vom Ort des Geschehens ab. 

Kräfte der Landes- und der Bundespolizei eilten zur Unfallaufnahme ins Rüsdorfer Moor, auch der Notfallmanager der Bahn war im Einsatz, wie auch die Heider Feuerwehr, die den Schwerverletzten aus seinem Unfallwagen befreite.

Der Bahnverkehr auf der Strecke zwischen Heide und Hohenwestedt wurde für mehrere Stunden eingestellt, ein Ersatzverkehr eingerichtet. Nach der Bergung wurde die Strecke am späten Abend wieder freigegeben.

Die Ermittlungen der Unfallursache laufen. Möglicherweise sei der Fahrer abgelenkt gewesen, heißt es vonseiten der Polizei. Hinweise auf einen möglichen Suizid gebe es nicht.