Heide

Beste Stimmung trotz des Schietwetters

Größer konnte der Kontrast kaum sein. Während sich das Dithmarscher Schmuddelwetter mit vielen Wolken, kräftigem Wind und einigen Schauern zeigte, marschierten die Hohnbeerbrüder in bester Stimmung durch die festlich geschmückte Stadt. „Jümmers voran“ bewegte die Norderegge zahlreiche Herzen und Hände.

Der vergangene Sonnabend verlief feierlich – ganz so wie es sich die Männer gewünscht hatten. Gute Laune verbreitete schon in der Frühe der zweite Zug mit Karl-Otto Hennings bei der Einkehr auf dem Revier am Markt. Vergessen war der Ärger, den die Polizeiführung wegen der Personalnot mit sich trägt. Hoch ließen die Hohnbeer-Recken Beamtin Bärbel Schulz leben, die ihren 46. Geburtstag feierte. „Lasst Euch nicht unterkriegen, Ihr werdet jeden Tag gebraucht“, rief Hennings den Wachhabenden zu. Worte, die dem Ersten Polizeihauptkommissar Klaus Seeger und dessen Vertreter Thomas Schulz wie Öl runtergingen. 

Das 160. Fest im Zeichen des Hahns begann im Stadttheater. Von dort marschierten die Eggenbrüder noch bei Dunkelheit in drei Kolonnen los. An rund 30 Stellen wurden sie auf das Herzlichste empfangen. Gerührt reagierten die Senioren im Domicil, als 20 Schaffer unter den schmissigen Klängen der Blaskapelle Schuby einkehrten und Leiterin Sybille Umbrich mit Zylinder und Föhrerstab die Eggenbrüder hereinbat. 

Schöne Emotionen auch bei Holtex, das als Wesselner Unternehmen zum Gebiet der Egge gehört. „Wir empfangen Euch trotz Inventur sehr gerne“, meinte Chefin Claudia Rehbehn. „Zu essen können wir leider nichts anbieten, doch dafür gibt es reichlich zu trinken.“ Nach der Bewirtung im Rathaus, Erbsensuppe im Stadttheater und Boßeln ging es erneut auf die Straße. Der trübe Himmel spielte beim Festumzug zum Auftakt der fünften Jahreszeit aber keine Rolle. Die immerhin recht zahlreich erschienenen Schaulustigen bekamen einiges zu sehen: Neben den Abordnungen mit ihren Traditionsbannern, Reitergruppen aus Wesseln und Hemmingstedt, mehreren Kutschen und immer wieder Musikanten. 

Und auch sie zeigten hohe Präsenz: Die Ordnungshüter Kay Genthe, Norbert Wittern und Jan Wierk sorgten dafür, dass die Hohnbeerbrüder sicher durch den Verkehr kamen.