Heide

Besucherrekord: Stadtmanagerin zieht eine positive Winterwelt-Bilanz

Mehr Kosten, dafür mehr Besucher: Die Überdachung der Eisbahn war aus Sicht von Stadtmanagerin Maren Hopmann ein Knaller für die Weiterentwicklung der Heider Winterwelt. Daher wird es sie wohl voraussichtlich in diesem Jahr wieder geben.

Zwei Wochen nach dem Ende des Schlittschuh- und Weihnachtsvergnügens auf dem Marktplatz zieht die Stadtmanagerin eine erste Bilanz. Details will sie Anfang Februar auch im zuständigen Wirtschaftsausschuss der Stadt vorstellen. „Wir haben fast 15 000 Besucher auf der Eisbahn gehabt“, sagt Maren Hopmann. Das seien 50 Prozent mehr als im Jahr davor. Damals hatte es die Überdachung der Eisbahn noch nicht gegeben.

Allerdings hat der Erfolg eine Schattenseite: So habe man wesentlich mehr Sicherheitspersonal bei der vergangenen Winterwelt stellen müssen. Außerdem habe es ein höheres Arbeitsaufkommen für das Stadtmanagement gegeben, betont Hopmann. Unterm Strich seien insgesamt mehr Kosten auf Seiten der Stadt entstanden. Allein die Überdachung habe um die 20 000 Euro gekostet.

Dennoch stellt sie das neue Modell gar nicht erst in Frage. „Die Zahlen haben uns deutlich gezeigt, dass es gar keine andere Option zur Überdachung gibt“, sagt die Stadtmanagerin. Hoffnungen, dass gerade Schulklassen die wetterunabhängige Eisbahn nutzen würden, haben sich indes nicht erfüllt. „Das muss sich erst einmal herumsprechen“, gibt sie auf der anderen Seite zu bedenken.

Die Bilanz der Schausteller für die jüngste Winterwelt ist ebenfalls positiv. „Die Überdachung hatte den Effekt, dass sich trotz des schlechten Wetters dieses Mal viele Familien auf der Winterwelt aufgehalten haben“, stellt Schaustellersprecher Hans Jürgen Wulfes sen. fest. Das habe sich auf den Umsatz ausgewirkt. „Der war zufriedenstellend.“ Gleichzeitig haben aus seiner Sicht die Aufmachung und die Beleuchtung der Budenstadt eine weitere Anziehungskraft auf die Besucher ausgeübt. Aus dem Grund werden die Schausteller auch für die kommende Winterwelt eine Hamburger Firma mit dem Auf- und Abbau der Beleuchtung beauftragen.

Das Jahr hat zwar gerade erst begonnen, aber die Standvergabe für die Winterwelt 2019 ist bereits abgeschlossen. „Die Verträge gehen Ende des Monats raus“, sagt Maren Hopmann. Es habe sogar mehr Anfragen von Weihnachtsbeschickern und Schaustellern gegeben, als Standflächen zur Verfügung standen - was die Stadtmanagerin ebenfalls als Erfolg für die jüngste sechswöchige Veranstaltung wertet. Auch der Termin für die kommende Winterwelt steht schon: Sie beginnt am Montag, 25. November, und endet am Sonntag, 5. Januar 2020.

Ein weiterer Clou aus ihrer Sicht war die Tatsache, dass im Eisstockschießen zum ersten Mal ein Schleswig-Holstein-Cup ausgespielt wurde. Dass die Heider dann auch noch den Pokal holten, hat laut Hopmann das Debütspektakel auf dem Eis getoppt. „Wir hoffen natürlich, dass wir als Sieger den Cup wieder ausrichten dürfen.“ Aber das sei derzeit noch offen.