Wrohm

Bundesstraße 203 bleibt Sackgasse

Der Straßenbau geht voran und dennoch ist Geduld gefragt. Obwohl die Bundesstraße 203 zwischen Wrohm und Lexfähre am Sonntag freigegeben wird, bleibt die Strecke nach Rendsburg eine Sackgasse.

Die B203 zwischen Wrohm und Lexfähre ist seit dem 25. März gesperrt, um den Asphalt und den Radweg zu erneuern. Seitdem beeinträchtigt der Abschnitt erheblich den Verkehr. Ein Ende für diesen ist nun in Sicht, die allgemeinen Bauarbeiten auf der Bundesstraße gehen jedoch weiter.

Wer zurzeit aus Richtung Heide nach Rendsburg unterwegs ist, muss für seine Fahrt zusätzliche Zeit einplanen. Die Umleitung führt ab Tellingstedt über Pahlen, Erfde und Hohn nach Fockbek. Der schleswig-holsteinische Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV) teilt mit, dass die Schilder zur Straßensperre am Sonnabend, 27. April, umgestellt würden. Dementsprechend soll der erste Streckenabschnitt am Sonntag wieder für den Verkehr freigegeben sein.

Dabei bleibt die Straße in Richtung Lexfähre vorrübergehend weiterhin eine Sackgasse, da der zweite Bauabschnitt zwischen der Eiderbrücke bis Hamdorf als nächstes auf der Agenda steht. Im Zuge dessen soll dort auch die Brücke saniert werden. Das hatte der LBV zwar ursprünglich für die Zeit des ersten Abschnittes mit eingeplant, beginnt aber tatsächlich erst jetzt mit den Arbeiten. Zudem könne sich der weitere Bauablaufplan eventuell noch ändern, falls beispielsweise spezielle Ersatzteile für die Brücke beschafft werden müssten. Die Arbeiten an dem Streckenabschnitt im Kreis Rendsburg-Eckernförde sollen am Montag, 29. April beginnen. Für den dritten und letzten Abschnitt von Lüdersbüttel bis Wrohm ist der Zeitraum von Anfang bis Ende Juni vorgesehen.

Allgemein verliefen die bisherigen Bauarbeiten laut der Sprecherin des LBV planmäßig. Klagen aufgrund der Umleitung sowie der Mehrbelastung innerhalb Wrohms und der Gieselaubrücke habe es nur vereinzelnd gegeben.

„Wir konnten für uns keine gravierenden Einschränkungen feststellen“, sagt Thomas Dithmer vom Alten Fährhaus Lexfähre. Das Lokal, welches seinen Sitz dicht an dem betroffenen Abschnitt der B203 hat, verzeichnete keinen Einfall der Gästezahlen. „Wir haben sowieso nur am Wochenende auf und die meisten Gäste haben auch im Vorhinein gebucht“, so Dithmer. Viele Kunden seien Stammgäste und hätten sich daher nicht von der Sperrung abschrecken lassen. Die Besucher seien dabei vornehmlich bei der Anfahrt über die Umleitstrecke über Pahlen von Hamdorf aus zu dem Fährhaus gekommen. „Wir selbst konnten auch jederzeit über die Baustelle fahren, wenn wir irgendwo hinmussten“, fügt er hinzu.

Positive Rückmeldungen zur Arbeit an der Baustelle gibt Anwohner Hans Huk. Er wohnt einen Kilometer von der Eiderbrücke entfernt und hat die Baustelle seit mehreren Wochen vor der Tür. Für das Team der Firma, die die Straße saniert, spricht er großes Lob aus. „Ich kenne inzwischen nahezu jeden einzelnen Mitarbeiter, ich komme mit jedem einmal in Verbindung.“ Als Anlieger freue er sich über die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, die ihnen entgegengebracht wurde. Auch das Zusammenspiel mit der Firma aus Tellingstedt, die den Asphalt für das Bauprojekt lieferte, wäre reibungslos abgelaufen.