Nordhastedt

Dithmarscher Guido Goh bei The Voice of Germany

Jetzt heißt es Daumen drücken für einen Sänger aus Dithmarschen: Guido Goh steht Sonntagabend bei „The Voice of Germany“ auf der Bühne. Der 48-jährige Nordhastedter wird dort „Crying in the Rain“ präsentieren.

Wer Guido Goh besuchen will, der muss die Ortschaft verlassen, ein Stückchen durch den Wald fahren und steht irgendwann in einer kleinen Siedlung in Außenlage, die ein bisschen an Bullerbü erinnert. Wenn der Musiker aus dem Terrassenfenster schaut, blickt er auf seinen großen Garten und die Pferde seiner Nachbarn. Vor drei Jahren zog er vom quirligen Hamburg ins beschauliche Nordhastedt und genießt dort seinen Traum vom ruhigen Leben im Grünen. Für die Arbeit muss Guido Goh zwar fast täglich in die Hansestadt fahren, doch mit der Großstadt im Rücken freut er sich umso mehr aufs Land.

Der Weg zum Profimusiker

Nach seinem Abitur hat der aus Witten stammende Wahl-Dithmarscher Luft- und Raumfahrttechnik mit dem Schwerpunkt Flugzeugbau studiert und hatte schon „bei Lufthansa-Technik einen Fuß in der Tür“, wie er sagt. Doch neben Mathematik und Physik gehört seine Leidenschaft der Musik. Von der Kindheit an begleitet sie sein Leben. Als er sich irgendwann entscheiden musste, sagte Guido Goh der Technik adé und wurde Profimusiker, Musiklehrer und Chorleiter. Sein drittes Soloalbum ist in Arbeit.

Wie es so ist, wenn jemand außergewöhnlich gut singen kann – immer wieder hörte der Nordhastedter: „Du musst mal zu The Voice of Germany.“ Die Talentshow, kurz TVOG, geht mittlerweile in die achte Runde. Diesmal sind Yvonne Catterfeld, Michael Patrick Kelly, Mark Forster sowie Michi Beck und Smudo auf der Suche nach Deutschlands bester Stimme. Derzeit laufen noch die sogenannten Blind Auditions, bei denen die fünf Promis die jeweils auftretenden Sänger nicht sehen, die sie in ihre Mannschaft wählen dürfen.

Wenn TVOG am morgigen Sonntag, 28. Oktober, ab 20.15 Uhr auf Sat.1 ausgestrahlt wird, ist auch Guido Goh im Laufe des Abends zu sehen. Nach einer anspruchsvollen Vorauswahl hat er es auf die Bühne bei der Voice of Germany geschafft. Erfahren hat er davon telefonisch. Zufällig stand schon ein Sekt parat. Er saß gerade auf dem Segelboot und wollte mit einem Freund auf den geplanten Törn anstoßen, „da kam die Einladung zur Blind Audition“.

Das Stück „Crying in the Rain“ der norwegischen Gruppe a-ha gehört zu den Klassikern der Popmusik. Der Titel ist millionenfach im Radio gespielt worden, gesungen von Morten Harket. „Es ist das Lied meiner Teenagerzeit, mit dem ich mein erstes Verliebtsein verbinde“, sagt Guido Goh. Die Herausforderung bestand für ihn darin, den bekannten Titel „gesanglich spannend zu präsentieren und nicht einen auf Morten Harket zu machen“. Er wollte dem Lied seinen eigenen Stempel aufdrücken.

Konzerte stehen an

Zu seinem Fernsehauftritt ist Guido Goh von seinen besten Freunden begleitet worden, die hinter der Bühne mitgefiebert haben. Die Übertragung wird er sich Sonntagabend im Sportzentrum des Eimsbütteler Turnverbandes (ETV) in Hamburg ansehen, wo er den ETV-Chor „Startup“ leitet. Voice of Germany wird dort auf eine Großleinwand übertragen. Guido Goh tritt nicht nur im Fernsehen auf, sondern ist demnächst auch live in Heide zu sehen. Am Sonnabend, 24. November, spielt er ab 19.30 Uhr in der Alten Gärtnerei Oesterreich an der Tivolistraße – unter anderem den a-ha-Titel.

Erst einmal aber stehen am Sonntag die spannenden Fragen im Raum, ob sich die Promis für ihn entscheiden – und in wessen Mannschaft er geht, wenn es mehrere sind. Die Dithmarscher drücken die Daumen.

Weitere Infos zu Guido Goh, seiner Musik und bevorstehenden Konzerten gibt es auf www.guidogoh.com