Brunsbüttel

Eine Kanalfähre außer Betrieb

Staus zu den Stoßzeiten verärgern Brunsbütteler, die mit dem Auto zur Südseite fahren wollen: Am Wochenende ist eine der zwei innerstädtischen 100-Tonnen-Kanalfähre ausgefallen.

Seitdem pendelt nur noch ein Schiff zwischen Nord- und Südseite. Mehrere Bürger seien bereits bei Bürgervorsteher Michael Kunkowski (CDU) vorstellig geworden, um sich zu beschweren. „Das Ganze ist natürlich besonders bedauerlich, weil die Kanalhochbrücke zurzeit auch nur einseitig befahren werden kann wegen Ausbesserungsarbeiten“, sagt Kunkowski. 

Die Fährschiffe stehen im Eigentum des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA). „Auf der Fähre „Berlin“ sind beide Aufnahmen für die Hydraulikzylinder von einer Fährklappe gerissen und somit nicht mehr funktionsfähig“, teilt Thomas Fischer, Sprecher des WSA Brunsbüttel, auf Nachfrage mit. Eine vor-Ort-Reparatur mit eigenem Personal sei nicht möglich. Die Fähre sei am Montagmorgen zur Reparatur des Schadens in die Werft nach Rendsburg gebracht worden. „Über die Ausfallzeit kann noch nichts gesagt werden“, so Fischer. Leider stünde momentan nicht sofort eine 45-Tonnen-Fähre als Ersatz zur Verfügung. Diese wird noch an der Fährstelle Landwehr benötigt, weil die dortige Fähre „Kolberg“ ein Problem mit der Steuerung hat. „Aktuell sieht es aber so aus, dass voraussichtlich ab Donnerstag (heute) eine 45-Tonnen-Fähre in Brunsbüttel eingesetzt werden kann“, so Fischer. 

Klaus-Peter Lüttge (CDU) nimmt diesen erneuten Ausfall zum Anlass, um eine alte Forderung ins Spiel zu bringen: „Das WSA müsste eine zusätzliche 100-Tonnen-Fähre vorhalten, falls eine Fähre defekt ist.“