Brunsbüttel

Elbefähre soll voraussichtlich im Mai starten

Nach langen Hin und Her steht nun fest: Die Fährverbindung zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven wird kommen. Der „Elbeexpress“ werde voraussichtlich am 1. Mai starten – so denn alles glatt läuft. Bislang war April anvisiert.

In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die Elbferry Gesellschaft das Schiff gekauft hat. Der Kaufvertrag mit dem bisherigen Eigner in Norwegen sei unterzeichnet, die Transaktion aber noch nicht gelaufen, das Schiff auch noch nicht in deutschen Gewässern, erklärte der Geschäftsführende Gesellschafter Heinrich Ahlers gegenüber dem Fachmagazin „Hansa“. Welche Summe die Investoren für das Schiff auf den Tisch legen mussten, darüber schweigt sich Ahlers aus. Nur so viel: Eine Gruppe von Investoren habe die Finanzierung durch eine Mischung aus Bankdarlehen und Eigenkapital sichergestellt. Die Betreibergesellschaft Elbferry werde das Schiff von der Hamburger Firma Green Cruises chartern.

Konfrontiert mit der Frage, warum die Fährverbindung diesmal besser laufen soll als beim Vorgänger Elblink, antwortet Ahlers dem Magazin zufolge: „Wir haben ganz einfach ein besseres Schiff.“ Die mit Flüssiggas betriebene Fähre biete Platz für 28 Lkw, 220 Pkw und 600 Passagiere. Außerdem sei sie 40 Meter länger als jene Schiffe, die die insolvente Elblink-Gesellschaft im Einsatz hatte. Laut Ahlers soll eine Fahrt 60 Minuten dauern. 

Seit zwei Monaten führe die Elbferry Gesellschaft Gespräche mit Speditionen und bereite alles für den Start vor. Ahlers verspricht den zukünftigen Kunden vor allem eines: Pünktlichkeit. Darin sieht er auch die Probleme seines Vorgängers begründet: „Wenn man eine Entfernung von 15,5 Seemeilen hat und die mit einem Schiff zurücklegt, das in einem Tidengewässer 15 Knoten fährt, in dem es immer drei bis vier Knoten Strömung gibt, kann man nie pünktlich sein. Zumindest meistens nicht, weil man in 50 Prozent der Fälle Gegenstrom hat“, so Ahlers. 

Der künftige „Elbeexpress“ ist 25 Knoten schnell und darf während einer zeitlich nicht definierten Testphase schneller als die auf der Strecke erlaubten 15 Knoten fahren. Allerdings ist es den Betreibern nicht erlaubt, die gesamte Leistung des Schiffes auszuschöpfen.