Heide

Erpressung: Großmutter bedroht

Am Montagmorgen kam es in einem Haus an der Husumer Straße zu einer versuchten räuberischen Erpressung.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei forderte eine junge Frau unter Vorhalten einer 25 Zentimeter langen Fleischgabel von ihrer im selben Gebäude lebenden Großmutter die Herausgabe von Geld, was allerdings nicht gelungen ist. Die wegen verschiedener Delikte bereits polizeibekannte 23-Jährige benötigte eine Summe zur Zahlung einer medizinischen Behandlung. Als sich ihre Oma weigerte, eskalierte die Situation. Mit roher körperlicher Gewalt wurde die 72-Jährige zu Boden geworfen und dabei im Gesicht verletzt. Kräfte des Rettungsdienstes versorgten mehrere blutige Kratzer an der Schläfe, eine Krankenhaus-Einweisung war nicht notwendig.

In das Westküstenklinikum kam dafür die Täterin, nachdem sie noch im Haus vom sozialpsychiatrischen Dienst betreut wurde. Im Anschluss suchte sie freiwillig die psychiatrische Abteilung auf. Laut Polizei ist gegen die Heiderin eine sogenannte Wegweisung ausgesprochen worden. Das bedeutet, dass sie bis zum 7. Februar die gemeinsame Wohnung nicht mehr betreten darf. Damit nicht genug: Die Polizei fertigte als Folge eine Anzeige. Sie wird sich nun wegen versuchter räuberischer Erpressung in Tateinheit mit Körperverletzung und Bedrohung verantworten müssen.