Friedrichskoog

Erwachsene lösen Einsatz bei auflaufendem Wasser aus

Ein Mann und eine Frau sind am Donnerstagmittag kurz vor Hochwasser weit draußen im Watt vor Friedrichskoog-Spitze entdeckt worden. Sie erreichten den Deich ohne fremde Hilfe. 

Am Ende waren alle Einsatzkräfte froh, als gestern Mittag gegen 12.30 Uhr klar war, dass sie niemanden mehr retten mussten. Trotzdem suchten Feuerwehrleute bis zuletzt immer wieder den Horizont per Fernglas ab. Doch bis auf zwei Erwachsene, eine Frau und ein Mann mittleren Alters, die weit jenseits der ausgewiesenen Badezone bei auflaufendem Wasser entdeckt worden waren und nun noch immer deutlich weit von den Lahnungen entfernt durch Matsch und Wasser stapften, war niemand zu entdecken. 

So leer sich die Wasserfläche gut eine Stunde vor Hochwasser präsentierte, so voll war inzwischen die Deichkrone. Die Besatzungen von zwei großen und zwei kleinen Fahrzeugen der Feuerwehr Friedrichskoog und Rettungssanitäter sahen in die Ferne aufs Wasser, ebenso wie schaulustiges Publikum. Das hörte denn auch, dass ein alarmierter Hubschrauber abdrehen könne. Eine Rettung auf dem Wasserweg war frühzeitig wegen der überwiegend geringen Wassertiefe vor der Spitze ausgeschlossen worden. Auch ein weiterer Rettungswagen konnte den Einsatzort wieder verlassen. 

Ein Rettungssanitäter und Feuerwehrleute vergewisserten sich, dass es den beiden Personen, die den Deich schließlich ohne fremde Hilfe erreichten, gut ging. Der stellvertretende Wehrführer Frank Paulsen äußerte sich erleichtert, dass alles ein gutes Ende genommen habe. Auch wenn die Feuerwehr ein weiteres Mal niemanden aus dem Watt zu retten hatte – es war nicht der erste Einsatz dieser Art – so meinten die Einsatzkräfte doch, dass es richtig sei, im Zweifel Alarm auszulösen. Auf einen Rettungsturm, wie es ihn viele Jahre vor Friedrichskoog-Spitze gegeben hatte, hätten sich die Flutwanderer im Übrigen nicht mehr in Sicherheit bringen können. Die Gemeinde darf einen solchen Turm nicht wieder aufstellen. Er sei nicht mehr notwendig, hieß es zuletzt von behördlicher Seite.