Lunden

Haus nicht zu retten

Ein Feuer im Ortskern von Lunden hat in der Nacht zu Freitag die Rettungskräfte beschäftigt. Gegen 1 Uhr war das brennende Wohnhaus bemerkt und der Einsatzleitstelle gemeldet worden.

Wie das Feuer in dem seit Jahren leer stehenden Gebäude an der Claus-Harms-Straße entstehen konnte, ist noch unklar. „Als wir ankamen, brannte das Haus bereits in voller Ausdehnung“, sagte Lundens Wehrführer Rüdiger Meier. Da sei schnell klar gewesen, dass nicht mehr viel zu retten war. 

Zumal das Gebäude laut Aussage des Wehrführers im vergangenen Jahr schon einmal gebrannt hat. „Damals wurde im Innern ziemlich viel zerstört, das Haus war dem ersten Feuer schon nicht mehr zu retten.“ Seitdem seien Türen und Fenster offen gewesen und es hätten sich immer mal wieder Unbekannte dort drin aufgehalten.  

Für die beiden Feuerwehren aus Lunden und Karolinenkoog, die mit rund 30 Feuerwehrleuten anrückten, beschränkten sich die Löscharbeiten auf die Sicherung der Umgebung. „Es war nahezu windstill, was uns beim Löschen sehr entgegenkam“, sagte Meier. So konnten die Nachbargebäude erfolgreich vor Funkenflug geschützt werden. 

Der Einsatz erstreckte sich über einen Zeitraum von mehr als zwei Stunden. Zum Abschluss setzte die Wehr noch eine Drohne mit Wärmebildkamera ein, um auf Nummer sicher zu gehen, dass auch alle Glutnester gelöscht wurden. „Die Brandstelle war kalt.“ Gegen 3.30 Uhr meldete die Feuerwehr zur Leitstelle nach Elmshorn: „Feuer aus“. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Zur Höhe des Schadens konnte die Polizei bislang keine Angaben machen. Die Spezialisten der Brandursachenermittlung werden das Gebäude am Montag untersuchen.

Am Freitagvormittag musste die Feuerwehr Lunden dann aber doch noch einmal in die Claus-Harms-Straße ausrücken. „Wir wurden  alarmiert, weil jemand wohl aufsteigenden Rauch gesehen hat“, so der Wehrführer. Dem war aber nicht so. Möglicherweise sei noch Wasserdampf von einem warmen Holzbalken aufgestiegen. Zur Sicherheit gab‘s noch einmal eine Ladung Löschwasser. Dafür wurde die Claus-Harms-Straße zum Teil gesperrt. Außerdem wurde die Brandruine mit einem Bauzaun abgesperrt, um die Straße und den Gehweg zu sichern.