Heide

Feuer in der Friedrichstraße: „Vieles spricht für Brandstiftung“

Zwar seien die Untersuchungen im zerstörten Friseurladen an der Friedrichstraße noch nicht abgeschlossen, „aber Vieles spricht für Brandstiftung“, sagt der Heider Kripo-Chef Erik Ewig.

Der ausgebrannte Frisörladen Casablanca Cut an der Friedrichstraße ist bereits von Sachverständigen der Kriminalpolizei untersucht worden. Die Spurensicherung werde ihre Arbeit in der kommenden Woche fortsetzen, teilte Erik Ewig mit. Zwar seien die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen, „aber Vieles spricht für Brandstiftung“, sagte der Heider Kripo-Chef am Freitag auf Anfrage unserer Zeitung.

Am späten Mittwochabend hatte es im Geschäftshaus an der Friedrichstraße 40 mehrere Explosionen gegeben. Eine Nachbarin berichtete von insgesamt vier – zunächst einer heftigen und drei folgenden kleineren. Binnen Minuten zerstörte das Feuer die Geschäftsräume im Erdgeschoss. Rund 70 Kräfte der Wehren aus Heide, Süderholm und Lohe-Rickelshof waren bis tief in die Nacht im Einsatz. Die Bewohnerin des ersten Stocks konnte sich unverletzt ins Freie retten.

Erst in der vergangenen Woche waren die Geschäftsräume des Frisörladens sowie Privaträume des Betreibers vom Zoll untersucht worden. Grundlage war ein Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Itzehoe. Es ging um den Vorwurf des Vorenthaltens und der Veruntreuung von Arbeitsentgelt.

Casablanca Cut war im Oktober 2018 an der Friedrichstraße eröffnet worden. Nach Informationen unserer Zeitung war ein länger schwelender Konflikt früherer Geschäftspartner vorausgegangen. Sie sollen zuvor gemeinsam einen Barbershop an der Hamburger Straße betrieben und sich dann zerstritten haben – worauf die geschäftliche Trennung erfolgte. Gab es in der Folge Handgreiflichkeiten oder Drohungen? Zu diesen Fragen wollte sich Erik Ewig gegenüber unserer Zeitung nicht im Detail äußern. Allerdings sagte der Heider Kripo-Chef: „Es hat Vorgeschichten gegeben.“

Ob ein Streit zwischen rivalisierenden Gruppen hinter dem zerstörten Frisörladen steht, konnte auch Merle Neufeld nicht sagen. „Das checken die Kollegen“, so die Pressesprecherin der Polizeidirektion Itzehoe. Ein Zusammenhang zum Feuer könne nicht ausgeschlossen werden, es würden „alle Möglichkeiten geprüft“.