— Büsum —

Feuer und Unwetter halten Büsumer Wehr in Atem  

von Jens Albrecht Freitag, 10. August 2018 12:45 Uhr


Büsum -

Einen arbeitsreichen Abend erlebten die Büsumer Feuerwehrleute am Donnerstag. Gegen 18.30 Uhr rief ein Großalarm die Einsatzkräfte auf den Plan. An der Kühlung einer Kraftfutteranlage des Silobetriebes J. Stöfen am Helgolandkai war es zu einem Brand gekommen. Verletzt wurde niemand. Eine Silozelle musste entleert und die Glutnester abgelöscht werden. Dabei gingen die Feuerwehrleute teilweise unter schwerem Atemschutz vor. Im Einsatz war die Büsumer Wehr mit 28 Einsatzkräften. Vorsorglich war auch ein Rettungswagen vor Ort. Nach gut zwei Stunden war der Einsatz am Helgolandkai beendet.

Noch während der Löscharbeiten mussten die Feuerwehrleute zu zehn Unwettereinsätzen im Ortsbereich ausrücken. Unter anderem zu Peter Rother aus Büsum, dessen Auto unter einer Birke begraben wurde. Kurz nachdem die Feuerwehr eingetroffen war, wurde Rother selbst zu einem Notfall gerufen. Der Büsumer Hafenmeister erhielt die Nachricht, zwei Yachten seien beschädigt worden: ein Mast sei in drei Stücke gebrochen und auf eine andere Yacht gekracht. Doch damit nicht genug: Der Fahnenmast des Büsumer Segelvereins wehte samt Betonsockel quer über das Gelände auf den Grillplatz. Weiterhin trieb der Sturm einen fünf Quadratmeter großen und zwei Meter hohen Container mit Segelutensilien in das Hafenbecken.

Was eigentlich zur Rettung verunglückter Segler eingesetzt wird, rettete am Donnerstag den Container: „Zum Glück waren im Container auch Westen, die sich von selbst aufgeblasen haben, als sie mit dem Wasser in Kontakt kamen. Sonst läge das mindestens acht Tonnen schwere Gewicht jetzt auf dem Grund“, so Rother. Er wagte sich noch am Sturmabend an die Sicherung des Containers. „Ich habe den Container einfach mit ein paar Gurten festgemacht, damit er sich hoffentlich bei Niedrigwasser auf den Steinen absetzt“, teilte der Hafenmeister mit. Der Container, in dem allerlei Bretter, Aluminiumgelenke für den Steg und Leinen lagern, wird Freitagabend mit einem Kran geborgen. Wie man den Container in Zukunft sichern kann beziehungsweise ob er überhaupt noch brauchbar ist, wird sich am Freitagabend zeigen.





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