Heide

Feuerwehr appelliert: Auf Osterfeuer verzichten

Der Kreisfeuerwehrverband appelliert an die Bevölkerung, in diesem Jahr auf Osterfeuer zu verzichten. Hintergrund: Unnötige Alarmierungen sollen so vermieden werden, denn in jedem Einsatz setzen sich die Feuerwehrleute in diesen Tagen einem erhöhten Risiko aus.

In den vergangenen Wochen wurden die Dithmarscher Feuerwehren vermehrt zu Bränden alarmiert. Hinter einem Großteil der Alarmierungen steckten allerdings nur Busch- und Lagerfeuer, bei denen Buschwerk verbrannt wurde. Die Leitstelle alarmierte zu den unklaren Rauchentwicklungen mehrere Feuerwehren.

 Für die Einsatzkräfte sei es aktuell keine angenehme Situation, schildert Sönke Hanßen, Kreiswehrführer in Dithmarschen. „Wir setzen uns bei jeder Alarmierung einem erhöhten Infektionsrisiko aus. Bei jeder Einsatzfahrt sitzen wir auf engem Raum in den Fahrzeugen und haben bei der Lageerkundung Kontakt zu fremden Personen.“, führt Hanßen weiter aus. Die Feuerwehren hätten zwar Maßnahmen getroffen, um ein Infektionsrisiko während Einsätzen zu minimieren, jedoch lassen diese sich gerade in den kleineren Wehren nur begrenzt umsetzen. Eine Infektionskette innerhalb einer Feuerwehr könne im schlimmsten Fall zu einer vorübergehenden Außerdienststellung der gesamten Wehr aus Quarantänegründen führen. „In solchen Fällen müssten dann Nachbarwehren vermehrt mit ran“, schildert der Kreiswehrführer. 

Bisher gab es in Dithmarschen noch keine solch drastische Maßnahme. Der Kreisfeuerwehrverband bittet daher alle Bürger, in diesem Jahr auf das Entzünden von Osterfeuern zu verzichten, um eventuelle Alarmierungen der Feuerwehren zu vermeiden. „Genauso wichtig ist es aber, darauf hinzuweisen, dass es in jedem Fall richtig ist, bei unklaren Rauchentwicklungen die Feuerwehr zu verständigen. Eine falsche Scheu vor dem Absetzen eines entsprechenden Notrufes ist auch in diesen Zeiten nicht angebracht.“