— Heide —

FHW feiert 25-jähriges Bestehen mit einem Festakt 

von Stefan Schmid Donnerstag, 11. Oktober 2018 20:00 Uhr


Heide -

Mit 66 Studenten fing alles an, heute sind es fast 2000: Mit einem Festakt hat die Fachhochschule Westküste (FHW) heute Abend ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Schleswig-Holsteins Energiewende-Minister Jan Philipp Albrecht (Grüne) überbrachte die Glückwünsche der Landesregierung.

„Lernen mit weitem Horizont“ verkündeten die Aufsteller als Leitmotiv auf dem Podium im gläsernen Foyer der Fachhochschule, in dem mehr als 250 Gäste bei einer untergehenden Sonne den Festreden lauschten. Das imponierte vor allem dem jungen Minister aus dem Kabinett von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), der eingeladen war, aber aus Termingründen Jan Philipp Albrecht zum Festakt entsenden musste. „Das macht einen tollen Eindruck hier“, stellte der Grünen-Politiker im Foyer beeindruckt fest. Allerdings sei ihm der gute Ruf der FHW schon nach Kiel vorausgeeilt. Der Typ der Fachhochschule habe in Schleswig-Holstein eine lange Tradition, sagte Albrecht. Obwohl die FHW die jüngste aller Lehr- und Forschungsanstalten im Land sei, sei sie genauso erfolgreich wie die älteren Semester unter den Fachhochschulen. Und mit eine der innovativsten. Als Umweltminister stellte der Minister in diesem Zusammenhang den an der FHW entwickelten Unkrautroboter als Beispiel für eine nachhaltige Technologie und als Ersatz für chemische Keulen heraus.

Zuvor hatte FHW-Präsident Dr. Hanno Kirsch in einer launigen Festrede auf die „bemerkenswerte Entwicklung“ der Westküsten-Fachhochschule aufmerksam gemacht, die im so genannten Westküstenpapier aus dem Jahre 1985 ursprünglich lediglich als Außenstelle der Fachhochschule Flensburg an den Lehrstart gehen sollte. Mit der Gründung 1993 in der Rungholtstraße in Heide fing aber die Selbstständigkeit an – und es folgte bis heute eine Erfolgsgeschichte. Im Jahr 2000 erfolgte der Umzug an den heutigen Campus. 18 Jahre später muss Kirsch feststellen: Mit 2000 Studenten und 160 Mitarbeitern platze die FHW nicht nur baulich so langsam aus den Nähten. In dem Vierteljahrhundert kann die Einrichtung nach den Worten des Präsidenten 4000 Absolventen verzeichnen und einen enormen Ausbau des Studienangebots. Ihr großer Vorteil und ihre Zukunftschance sei die enge Kooperation mit der Wirtschaft in der Region und damit ein intensiver Wissenstransfer, sagte Kirsch. Obendrein pflegt die FHW eine enge Verbindung mit 35 Partnerhochschulen im Ausland.

So auch mit der Zhejiang University of Science and Technology in Hangzhou. Dessen Vorsitzender der dortigen Kommission für Hochschulangelegenheiten, Jianli Gong, hatte extra für den Festakt mit einigen Mitarbeitern den elfstündigen Flug nach Deutschland in Kauf genommen, um in einer sympathischen Ansprache – in seiner Heimatsprache, aber mit Dolmetscher – der FHW für die treue Partnerschaft mit der chinesischen Hochschule zu danken.

Musikalisch begleitet wurde der Festakt vom Studierendenchor der FHW gemeinsam mit der Dithmarscher Chorakademie unter der Leitung von Kerstin Sterzik. Zu den weiteren Gratulanten gehörten Heides Bürgervorsteher Michael Stumm (CDU) und Dithmarschens Kreispräsidentin Ute Borwieck-Dethlefs (CDU), Wolfgang Werner als Wirtschafts- und Kooperationspartner sowie die Vertreterin des Hochschulrats der FHW, Professorin Dr. Marina Schlünz. Sie beschrieb wie Kirsch zuvor die Herausforderung der kommenden Jahre – neben dem demografisch bedingten Wettbewerb um Studenten sei dies vor allem die Digitalisierung. „Der Ingenieur von morgen muss die digitale Transformation gestalten.“





Weitere Artikel

Leserkommentare