Brunsbüttel aktualisiert

Finanzierung der Elbefähre fehlt weiterhin 

Der erste Mai naht – für diesen Tag hatte die Elbefähre-Gesellschaft den Neustart der Verbindung Brunsbüttel-Cuxhaven im Auge. Offensichtlich wird aber nichts aus diesen Plänen. 

Wie die Kieler Nachrichten berichten, liegt das Problem noch immer beim Schiff. Im März hatte der geschäftsführende Gesellschafter Heinrich Ahlers verkündet, dass der Kaufvertrag für die norwegische Fähre bereits unterzeichnet, die Transaktion aber noch nicht abgeschlossen sei. Das ist nach wie vor der Ist-Zustand. Ein Gesprächstermin mit der niedersächsischen Landesregierung ist kürzlich geplatzt. Die Gesellschaft wollte mit der Landesregierung eine mögliche Bürgschaft ausloten. Auch das Land Schleswig-Holstein soll die Fährverbindung in Form einer Bürgschaft unterstützen. Auf eine frühere Nachfrage unserer Zeitung gab sich Kiel bezüglich der Chancen zugeknöpft. Hinter vorgehaltener Hand hört man, dass das Land Schleswig-Holstein wenig Interesse zeigt, finanziell zu bürgen. 

Tot ist der Neustart aber noch nicht, wenn man Heinrich Ahlers Glauben schenken darf. Demnach laufen aktuell noch Gespräche zwischen den Investoren und den Banken. Auch eine mögliche Bürgschaft des Landes Niedersachsen ist nicht ganz vom Tisch, ein offizielles Nein soll es aus Hannover zumindest noch nicht gegeben haben – ebenso wenig wie aus Kiel.

Ursprünglich wollte die Elbferry bereits im April an den Start gehen. Laut Ahlers will die Gesellschaft den Betrieb jedoch nicht erst Mitte des Jahres aufnehmen, weil sie dann „zuviel vom Saisongeschäft verpassen“ würde. Ob in solch einem Fall dann alles für 2020 vorbereitet würde, ließ er offen.