Dithmarschen

Geflügelpest: Infizierte Eule in Krempel gefunden

Krempel (beh) Erneut ist in Dithmarschen ein mit dem Geflügelpest-Erreger infizierter Wildvogel gefunden worden. Bei einer Eule, die am 19. Dezember in Krempel tot aufgelesen wurde, hat das nationale Referenzlabor für aviäre Influenza des Friedrich-Löffler-Instituts gestern den Erreger des Subtyps H5N8 nachgewiesen. Das teilte der Kreis Dithmarschen heute mit. Es ist der zweite Fund im Kreisgebiet: Bereits im November hatte man bei einer in Burg aufgefundenen Möwe den hochpathogenen Erreger festgestellt.

Damit eine Verbreitung des Geflügelpest-Erregers verhindert wird, richtet der Kreis eine Sperrzone von drei Kilometern und Beobachtungszone von zehn Kilometern rund um die Fundstelle der toten Eule ein. Die tierseuchenbehördliche Anordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest durch Wildvögel für das Gebiet in und um Krempel ist ab kommendem Freitag, 30. Dezember 2016, gültig.

Für den Bereich des Kreises Dithmarschen zum Sperrbezirk erklärt wird

das Amt Kirchspielslandgemeinden Eider mit den Gemeinden Krempel und Lunden sowie mit Teilen der Gemeinden Hemme, Lehe, Rehm-Flehde-Bargen, Schlichting und St. Annen.

Als Beobachtungsgebiet definiert werden

- im Amt Kirchspielslandgemeinden Eider die Gemeinden Fedderingen, Karolinenkoog, Kleve und Wiemerstedt sowie Teile der Gemeinden Groven, Hemme, Hennstedt, Lehe, Linden, Norderheistedt, Rehm-Flehde-Bargen, Schlichting, St. Annen und Süderheistedt;

- im Amt Büsum-Wesselburen die Gemeinde Strübbel sowie Teile der Gemeinden Schülp und Wesselburenerkoog;

- im Amt Heider-Umland Teile der Gemeinden Neuenkirchen, Ostrohe, Stelle-Wittenwurth, Weddingstedt und Wesseln.

Diese Restriktionszonen unterliegen besonderen Regeln: Im Sperrbezirk dürfen zunächst für 21 Tage keine Vögel aus Tierhaltung und Bruteier sowie kein Frischfleisch oder Fleischerzeugnisse von Geflügel oder Federwild verbracht werden. Auch werden die Geflügelbestände im Sperrbezirk regelmäßig kontrolliert. Die Restriktionen im Beobachtungsgebiet gelten für mindestens 30 Tage.

Ebenfalls sollten Haustierbesitzerinnen und -besitzer in den Sperr- und Beobachtungsgebieten ihre Hunde und Katzen nicht frei herumlaufen lassen und darauf achten, dass Kontakt mit Wildvögeln vermieden wird.

Darüber hinaus gilt für das gesamte Kreisgebiet weiterhin die landesweite Aufstallungspflicht.

Zwar ist weltweit bislang nicht bekannt, dass sich Menschen mit den H5N8-Viren infiziert haben. Jedoch sollte der direkte Hautkontakt mit den toten Tieren vermieden werden. Ebenfalls sollten bei der Zubereitung von rohem Geflügelfleisch die Hygieneregeln beachtet werden.

Der Kreis Dithmarschen bittet darum, dass tote Vögel an die Ordnungsämter der jeweiligen Stadt- und Amtsverwaltung gemeldet werden. Das Bürgertelefon des Kreises Dithmarschen zum Thema Geflügelpest ist unter der Telefonnummer 0481/97-1313 montags bis donnerstags in der Zeit von 9 bis 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 12 Uhr besetzt.