Brunsbüttel

Gemeinsame Großkontrolle von Polizei und Zoll an der B 5

Einen achtstündigen Sondereinsatz haben am Montag 15 Beamte des Brunsbütteler Polizeireviers, des Bezirksreviers Heide sowie des Zolls hinter sich gebracht. Der Ort des Einsatzes waren die Parkplätze an der Bundesstraße 5. Der Anlass: die bundesweiten Kontrollwochen.

Mehrere Verstöße gegen die Promillegrenze, Fahren ohne Führerschein oder mit nicht verkehrssicheren Fahrzeugen. Aber im Großen und Ganzen alles in Ordnung: Das ist die Bilanz der Verkehrskontrolle, die Polizei und Zoll gestern an der B 5 anberaumt hatten. „In den meisten Fällen konnten wir es bei einer Verwarnung belassen“, sagt Bennet Thomzik. Dem Oberkommissar aus Brunsbüttel oblag ein weiteres Mal die Organisation des Messtages, den es in diesem Jahr damit zum zweiten Mal gab. 

Per Kelle lotsten die Polizisten nach dem Zufallsprinzip von der Bundesstraße auf einen der beiden Parkplätze. Manchmal war es auch der geschulte Blick, der auf ganz bestimmte Fahrzeuge fiel und so für die Auswahl sorgte. Die Kontrolle wurde aus gutem Grund nicht angekündigt, allerdings mit extra aufgestellten Verkehrsschildern vorbereitet und abgesichert. „In diesem Bereich wurde die Geschwindigkeit gestern von eigentlich 100 auf 30 Stundenkilometer reduziert. Das war vor allem für die Sicherheit der Kollegen wichtig, die ja zum Herauswinken praktisch in der Fahrbahnmitte stehen“, so Thomzik. 

Kontrolliert wurde im Übrigen auf alles: Alkohol, Drogen oder Medikamente beispielsweise, die die Fahrtüchtigkeit einschränken. „Gerade nach einem Wochenende ist mit Restalkohol zu rechnen.“ Aber auch daraufhin, ob die Gurtpflicht eingehalten oder die Beleuchtung der Fahrzeuge vollständig intakt ist. „Wenn etwa eines der Rücklichter nicht funktioniert, dann kann das in dieser dunklen Jahreszeit fatale Folgen haben. Oft merken das die Fahrer zuerst gar nicht, dass eine Lampe ausgefallen ist.“ Der große Teil der Kontrollierten konnte übrigens ohne Beanstandungen die Fahrt fortsetzen. Einige erhielten mündliche Verwarnungen. Wenn etwa der Erste-Hilfe-Kasten nicht an Bord oder die Fahrzeugpapiere nicht am Mann waren, so müssen diese in den kommenden Tagen im Revier vorgezeigt werden. In einem Fall hatte der Fahrer ein wenig zu tief ins Glas geschaut. Mit einem Atemalkoholwert von 0,9 Promille musste er schon kurz nach zehn Uhr am Kontrollplatz sein Auto stehen lassen.

„Wir hatten mit dem Wetter Glück, denn noch einen Tag vorher hatte es fast nur geregnet“, freut sich Thomzik. Trocken blieb es zumeist. Und eine steife Brise ist man als Polizist in Dithmarschen ja ohnehin gewöhnt.