Hennstedt

Grünes Licht für Glasfasernetz in Hennstedt

Aufatmen in Hennstedt und Umgebung: Das Glasfasernetz bis ins Haus kommt. Gleichzeitig geht die Konkurrenz bereits im Lundener Umland von Tür zu Tür. Lehes stellvertretender Bürgermeister Lars Brauns warnt: „Lasst euch nicht für blöd verkaufen.“

Da werden einige schon gezittert haben: Nachdem der Breitbandzweckverband Dithmarschen (BZVD) und die Stadtwerke Neumünster (SWN) im Vorfeld erklärt hatten, dass es bei einer Situation mit zu wenig Verträgen wie in Tellingstedt nicht noch einmal eine Ausbauzusage geben würde, drohte das nächste Ausbaugebiet leer auszugehen. Doch bereits mehr als eine Woche vor Ende der Galgenfrist meldet die SWN: Es reicht.

„Vergangene Woche hatten wir relativ viele Posteinläufe“, sagt SWN-Sprecher Niklas Grewe. Aufgrund dessen haben sich BZVD und SWN entschieden, den Ausbau zuzusagen. „Wir hatten bereits in der Vermarktung in den kleinen Gemeinden Rekordquoten“, sagt Matthias Ballweg, der den Vertrieb organisiert. Doch in den größeren Gemeinden, also Linden und insbesondere Hennstedt, reichten die eingegangenen Verträge zum Schluss am 17. August nicht aus, um wirtschaftlich das zukunftssichere Netz zu verlegen.

„Jetzt haben auch die großen Gemeinden nachgezogen“, sagt Grewe. Trotz der Zusage können in dem Aktionsgebiet noch bis zum 30. September Verträge abgegeben werden. Wer danach abschließt, zahlt für den Hausanschluss 990 Euro.

In Lunden und Umgebung hat derweil die Telekom den Konkurrenzkampf aufgenommen, bevor der Breitbandzweckverband mit den SWN die Vermarktung aufnimmt. Sie wirbt für ein Netz, das zwar auf Glasfaser basiert, aber vom Verteilerpunkt bis zum Haus das leistungsschwächere Kupferkabel beibehält. So ist das sogenannte Vektoring zunächst schnell, wird aber langfristig dem Datenbedarf kaum standhalten. Der stellvertretende Bürgermeister Lehes, Lars Brauns, berichtet, dass er selbst an der Tür die Erfahrung mit einem Vertreter gemacht habe. In Lehe hätten die Mitarbeiter verbreitet, dass es dort keine Nachfrage nach den Hausanschlüssen geben werde und es deshalb ohnehin nicht zum BZVD-Ausbau käme. Doch das steht noch lange nicht fest.