Friedrichskoog

Hafenkonzept: Nur ein Planungsbüro hat Interesse

Ende des Jahres soll das Hafenentwicklungskonzept fertig sein. Die Gemeinde hofft auf Fördermittel, um ihren Eigenanteil an der Finanzierung zu senken. Die Kosten werden auf gut 130.000 Euro geschätzt.

Änderungen gefordert

Bürgermeister Roland Geiger (KWV) hat den Auftrag zur Ausschreibung schon vor einem Jahr erteilt, nachdem sich die Gemeindevertreter mit dem Entwicklungsszenario der Stadtplanungsgesellschaft Swup auseinandergesetzt hatte und geforderten Änderungen eingearbeitet worden waren. Dieses Szenario soll als Grundlage für das städtebauliche Entwicklungskonzept dienen.

Nur ein Planungsbüro hat Interesse angemeldet, das Konzept zu erstellen. Das Angebot ist den Gemeindevertretern bereits am Monatsanfang während einer Klausurtagung vorgestellt worden, also hinter verschlossenen Türen. Ob das Büro den Zuschlag erhält, entscheidet sich während der nächsten Sitzung, die für Donnerstag, 22. Februar, geplant ist. Sie beginnt um 19 Uhr im Bürgerbüro an der Koogstraße.

Das Konzept beinhaltet auch eine Machbarkeitsstudie. „Jeder Baustein wird dabei auf seine Umsetzbarkeit hin geprüft“, erklärt Projektmanagerin Juliane Reich. Sie geht davon aus, dass der Auftrag, das Konzept zu erstellen, im März erteilt werden kann – vorausgesetzt, die Gemeindevertretung stimmt dem Angebot des Planungsbüros zu. 

Profitieren von der Metropolregion

Fördermittel verspricht sich Friedrichskoog von der Metropolregion Hamburg für die Machbarkeitsstudie und von Land aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ für das Entwicklungskonzept.

Die Skizze, die als Grundlage dient, beinhaltet unter anderem schwimmende Häuser, Röhrichtinseln, eine Promenade mit Gastronomie und Geschäften, die Möglichkeit, auf dem Deich und in der Werft zu wohnen, und eine Brücke über die Gäste vom Spiel-Wal zur Seehundstation gelangen. Für die schwimmenden Häuser gibt es bereits einen potentiellen Investor. Ungeklärt ist aber noch die Frage der Wasserqualität. Die Gemeinde hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, dessen Ergebnis eigentlich schon Ende vergangenen Jahres vorliegen sollte. Doch das hat sich verzögert: Es ist bisher nicht einmal auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung.