Heide

Heide: Ermittlung in Rockerszene

Nach dem Hinweis auf eine mögliche Kriegswaffe, mit der Personen in der Ernst-Mohr-Straße am Dienstag hantiert haben sollten, reagierte die Polizei unverzüglich und durchsuchte mit Unterstützung des Spezialeinsatzkommandos die Wohnung des vermeintlichen Waffenbesitzers.

Er ist Mitglied des örtlichen Motorradclubs Halvards Heide. Bei ihm stellten die Einsatzkräfte einige Beweismittel sicher.

Zeugen beobachteten am Dienstagnachmittag drei Männer auf einem Grundstück, die sich mit einer scheinbar vollautomatischen Schusswaffe beschäftigten. Sie meldeten ihre Beobachtung dem Heider Polizeirevier. Bei den Ermittlungen kristallisierte sich heraus, dass alle Personen der Rockerszene zuzurechnen sind, ein 24-Jähriger der hiesigen. Er war derjenige, dem die Waffe zu gehören schien und der in der Ernst-Mohr-Straße zuhause ist. Ein Richter am Amtsgericht Itzehoe erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Itzehoe einen Durchsuchungsbeschluss. Die Umsetzung erfolgte am Mittwochnachmittag. Den 24-Jährigen trafen die Einsatzkräfte dabei nicht an, stellten jedoch einige Beweismittel sicher. Darunter befanden sich keine scharfen, jedoch Schreckschuss- und Luftdruckwaffen mit dem Aussehen vollautomatischer Kriegswaffen, Betäubungsmittel und Bargeld.

Die Ermittlungen in diesem Fall hat die Heider Kripo übernommen. Der Kripo-Leiter und der Leiter des Heider Polizeireviers sind sich einig, dass kriminelles und ordnungswidriges Verhalten auch künftig konsequent nach dem Null-Toleranz-Ansatz verfolgt wird – insbesondere bei Angehörigen von Rockergruppierungen.