— Heide —

Heides Integrationsbeauftragter Sajad Sediqi darf in Deutschland bleiben

von Ulrich Seehausen Dienstag, 12. Juni 2018 15:03 Uhr


Heide -

Das ist eine gute Nachricht für die in Heide lebenden Asylbewerber, die auf seine Hilfe setzen. Und auch Bürgermeister Ulf Stecher reagierte erleichtert: Nach der jüngsten Entscheidung der Härtefallkommission darf Heides Integrationsbeauftragter Sajad Sediqi vorläufig nicht abgeschoben werden. „Sediqis Verbleib ist für die nächsten drei Jahre gesichert“, teilte Stecher mit.

Sein Fall hatte im ganzen Land Aufsehen erregt. Im August 2012 erreichte der Afghane die Bundesrepublik und fühlte sich vor Krieg und Verfolgung endlich sicher. Doch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) lehnte seinen Asylantrag ab. Dieses Los teilt der Mann mit vielen Landsleuten.

Doch sein Fall ist ein besonderer. Denn seit der Flüchtlingswelle, die Heide im Spätsommer 2015 erreichte, leistet der 27-Jährige wichtige Arbeit, um den Geflohenen aus den Kriegs- und Krisengebieten die Ankunft zu erleichtern. Nach der Ablehnung durch das BAMF zog Sediqi vor das Verwaltungsgericht, doch auch die Schleswiger Juristen erkannten kein Bleiberecht.

Mit Unterstützung seines Arbeitsgebers wandte er sich schließlich an die Härtefallkommission. Dabei handelt es sich um ein beim Innenministerium angesiedeltes Gremium, das als letzte Instanz über Verbleib oder Rückführung von Ausländern entscheidet, wenn diesen nach geltendem Recht kein Aufenthalt zusteht. Im Gegensatz zum Bundesamt und dem Gericht berücksichtigt die Härtefallkommission menschliche Aspekte. Im Falle Sediqis erkannte sie dessen besonderen Einsatz, den er als Integrationsmanager zeigt.





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