Heide

Herbstmarkt darf mit umfassendem Hygienekonzept starten

Den Schaustellern ist sicher ein Stein vom Herzen gefallen, und die Besucher dürfen sich freuen: Der Heider Herbstmarkt soll an diesem Freitag wie geplant um 14 Uhr eröffnet werden. Allerdings unter strengen Auflagen. Zudem schwebt das Damoklesschwert einer kurzfristigen Schließung über der gesamten Veranstaltung.

Am Dienstag haben sich Kreis und Stadt mit der Frage beschäftigt, ob der traditionelle herbstliche Rummel auf dem Marktplatz vor dem Hintergrund steigender Corona-Infektionszahlen überhaupt veranstaltet werden kann. Herausgekommen ist grünes Licht in Verbindung mit einem umfassenden Hygienekonzept, das Bürgermeister Oliver Schmidt-Gutzat (SPD) gestern unterzeichnet hat. Dazu gehört eine maximale Anzahl von 500 Besuchern, die sich gleichzeitig auf dem Gelände befinden dürfen.

Um die Gästezahl kontrollieren zu können, wird der gesamte Jahrmarkt eingezäunt. Zwei Ein- und Ausgänge mit entsprechenden Kontrollen sowie ein Einbahnstraßensystem sollen verhindern, dass sich die Besucher zu nahe kommen. Die Einhaltung der Einbahnstraßenregelung und des Abstandsgebotes wird durch ein Security-Unternehmen beaufsichtigt.

Alkohol wird es auf dem gesamten Gelände nicht geben, doch zum Hygienekonzept gehört eine umfassende Maskenpflicht. Ausgenommen davon sind Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr sowie Personen, die aufgrund von Beeinträchtigungen glaubhaft nachweisen, dass sie keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können. Beim Verzehr von Lebensmitteln darf die Bedeckung ebenfalls abgenommen werden. Den Betreibern der Verkaufs- und Fahrschäfte wird eine regelmäßige Desinfektion aller Flächen vorgeschrieben, die mit den Händen berührt werden.

Bestimmend für den weiteren Verlauf des Herbstmarktes ist aber die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz. Sie gibt die Zahl der bestätigten Neuinfektionen innerhalb einer Woche an, bezogen auf 100 000 Einwohner. In Absprache mit der Landesregierung sind einschränkende Maßnahmen ab einem Wert von 35 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen erforderlich. Dithmarschen hat diese Größenordnung am Dienstag erreicht. Sollte die Zahl jedoch auf 50 oder mehr klettern, dann stehen die Karussells wieder still.