Albersdorf

Hochbautechniker für Schulverbände eingestellt

Um Planungen und Anträge zeitnah auf den Weg zu bringen, haben die Schulverbände Albersdorf und Meldorf nun einen Hochbautechniker eingestellt. Markus Dornseiff ist der neue Mann im Amt.

 Die Schubladen sind voller Sanierungspläne. Zeitgleich tun sich eine Reihe lohnender Förderkulissen auf. Um  Planungen und Anträge zeitnah auf den Weg zu bringen, haben die Schulverbände Albersdorf und Meldorf nun einen Hochbautechniker eingestellt. Markus Dornseiff ist der neue Mann im Amt.

Alles zusammen belaufen sich die geplanten investiven Maßnahmen auf rund 35 Millionen Euro, wie die Amtsverwaltung ermittelt hat. Allein beim Schulverband Albersdorf geht es um den Neubau der Grundschule in Nordhastedt, energetische Sanierungen in Albersdorf, Sanierungen der sanitären Einrichtungen oder die Erweiterung der Schule in Bargenstedt. „Im Moment profitieren wir davon, dass mehrere Fördertöpfe aufgelegt wurden, um die Schulen auf Vordermann zu bringen“, sagt Roland Wirrwa von der Verwaltung. Dafür sei ein zusätzlicher Hochbautechniker eingestellt worden, um die investiven Maßnahmen zeitnah in Angriff nehmen zu können.

Dazu gebe es eine gute Zusammenarbeit mit externen Ingenieurbüros und Architekten und anderen Baufirmen. Da mache es schon Sinn, eine zusätzliche Fachkraft einzustellen, zumal es die Fördermittel auch noch eine Weile geben werde. Die Baumaßnahmen auf den Weg zu bringen und gleichzeitig Fördermittel dafür einzuwerben, sei mit einem erheblichen Arbeitsaufwand verbunden. Außerdem sei das nicht nur beim Schulverband Albersdorf so. In vielen Ämtern des Landes seien Schulbausanierungen Thema.

Schon seit Längerem fordert der Schulverband eine zusätzliche Stelle im Fachbereich Bauen und Wirtschaftsförderung. Manche Projekte waren nur schleppend in Gang gekommen, für manche Planungen mussten externe Ingenieurbüros beauftragt werden. Bisher hatte die Amtsverwaltung das abgelehnt. Doch inzwischen haben Amtsverwaltung und die beiden Schulverbände eine Lösung gefunden. Die Schulverbände beschäftigen einen Hochbautechniker auf eigene Rechnung. De facto ist Markus Dornseiff seit Anfang des Jahres zwar beim Amt angestellt, aber die Schulverbände erstatten nach einem Schlüssel die Kosten. 40 Prozent übernimmt Albersdorf, 60 Prozent Meldorf, wo ebenfalls große Sanierungsprojekte anstehen.

Eine entsprechende Änderung des öffentlich-rechtlichen Vertrages zwischen Schulverbänden und Amtsverwaltung ist auf dem Weg. Gestern wurde er vom Schulverband Albersdorf auf seiner Sitzung in Nordhastedt abgesegnet.

„Es ist eine große Herausforderung“, beurteilt Dornseiff selbst seine neue Aufgabe. „Unter anderem geht es darum, Fristen einzuhalten, um an Fördermittel zu kommen.“

Der 44 Jahre alte Hochbautechniker kommt aus Hemmingstedt, ist in Bunsoh und Albersdorf aufgewachsen. Nach der Schule und der Bundeswehrzeit hat er eine Maurerlehre absolviert. Nach einigen Jahren als Maurergeselle hat er sich an der Technikerschule in Husum weiterbilden lassen. In Zeiten der Bauflaute arbeitete er auch kurze Zeit in Norwegen, dann als Bauleiter bei einer Firma in Hohenlockstedt.

Dann hat er sich für einen Job in der Bauverwaltung umgeschaut und war zuletzt beim technischen Bauamt Kellinghusen beschäftigt. „Da habe ich auch zwei Schulverbände betreut.“ Es habe außerdem ein sehr gutes Arbeitsklima geherrscht. Dennoch habe er sich nun auf die Stelle in Meldorf beworben. Er wollte schlicht einen vergleichbaren Arbeitsplatz näher an seinem Wohnort haben. Als Hemmingstedter seien die täglichen Fahrten nach Kellinghusen zeitraubend gewesen. Durch die relative Nähe zur Arbeit habe er nun viel mehr Lebensqualität gewonnen. „Außerdem gefällt mir auch, dass ich nun etwas für die Region tun kann, in der ich lebe und aufgewachsen bin.“

Wenn er nicht im Büro arbeite oder auf Außenterminen sei, verbringe er seine Freizeit am liebsten mit Frau und Sohn und kümmere sich um sein „schönes Zuhause“. Außerdem verreist er gerne mal, unter anderem in den asiatischen Raum.