Meldorf

Iraker aus Meldorf wegen Terrorplänen vor Gericht

Drei Iraker aus  Dithmarschen, die um den Jahreswechsel herum von Meldorf aus einen islamistisch motivierten Terroranschlag vorbereitet haben sollen, müssen sich von heute an in Hamburg vor Gericht verantworten.

Zwei der Angeklagten sind vor dem 4. Strafsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts, dem Staatsschutzsenat, wegen des Vorwurfs der gemeinschaftlichen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und des unerlaubten Umgangs mit explosionsgefährlichen Stoffen angeklagt. Der dritte Angeklagte soll ihnen bei den Vorbereitungen geholfen haben. Für den Prozess sind zehn weitere Verhandlungstage bis zum 6. Dezember terminiert.

Alle drei Männer waren als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Sie waren Ende Januar in Meldorf festgenommen worden und sitzen seither in Untersuchungshaft. Die beiden jüngeren, 23 Jahre alten Männer sollen den Anschlag seit Ende November 2018 geplant haben.

Die beiden Drahtzieher unternahmen laut Anklage erste Sprengversuche mit Schwarzpulver aus Silvesterböllern. Über den dritten Angeklagten, einen 36-Jährigen, wollten sie den Angaben zufolge außerdem eine Schusswaffe besorgen – “um eine möglichst große Anzahl von Menschen nichtmuslimischen Glaubens zu töten oder zu verletzen“. Das angebotene Modell sei dem Mittelsmann dann aber zu teuer gewesen. Für den Anschlag sei der Einsatz von zehn Kilogramm des Sprengstoffs TNT und eines Fahrzeugs erwogen worden. Zur weiteren Vorbereitung nahmen die beiden Jüngeren Theoriestunden in einer Fahrschule.