Brunsbüttel

Klimacamp endet: Polizei zieht Bilanz

Mit der sukzessiven Abreise der letzten von zeitweilig 550 Teilnehmer endet heute das Klimacamp in Sankt Margarethen. Zum Abschluss ließen es die Aktivisten nochmal krachen – im Wortsinne. Die Quittung gab es dafür am frühen Morgen.

Die letzte Nacht verbrachten rund 280 Teilnehmer auf dem Campgelände, teilte die Polizei mit. Anwohner hätten sich in dieser Zeit drei Mal wegen ruhestörenden Lärms beschwert. „Der Aufforderung der Polizei, den Lärmpegel zu drosseln, kamen die Betroffenen jeweils nach“, so Polizeisprecherin Merle Neufeld. Die Quittung für ihre nächtliche Störung erhielten die Umweltaktivisten am heutigen Morgen seitens der Bevölkerung höchstpersönlich: Der ein oder andere Bürger nutzte den Weg zur Arbeit für ein kleines Hupkonzert im Vorbeifahren.

Mit dem Ende des Camps endet auch der polizeiliche Einsatz nach insgesamt sieben Tagen der Dauerpräsenz vor Ort, am Behördenstandort in Itzehoe und in der Einsatzleitung in Elmshorn. Insgesamt waren über 500 Einsatzkräfte aus Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen sowie von der Bundespolizei mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks und des Deutschen Roten Kreuzes in den Einsatz eingebunden, so Neufeld.

Abschließend betrachtet bewertet die Polizei den Verlauf der Gesamtveranstaltung der Klimaaktivisten als „größtenteils friedlich“. Wie bereits berichtet, kam es zu 28 Gewahrsamnahmen in der Nacht zum 23. September und in den frühen Morgenstunden des 24. Septembers. Zudem sprachen Polizeibeamte sechs Platzverweise gegen Versammlungsteilnehmer aus, fertigten zwölf Strafanzeigen wegen des Hausfriedensbruchs und eine wegen der Sachbeschädigung an der Zaunanlage der Firma Yara.