Dithmarschen

Klinik-Umbau abgeschlossen

Eine logistische Herausforderung. Jetzt ist der Umbau des Westküstenklinikums (WKK) Brunsbüttel abgeschlossen. Der Betrieb in der neuen Station auf Ebene 2 laufe bereits rund.

Vier Jahre haben die Arbeiten im laufenden Krankenhausbetrieb gedauert. Eine logistische Herausforderung. Jetzt ist der Umbau des Westküstenklinikums (WKK) Brunsbüttel abgeschlossen. „Nur ein paar Restarbeiten sind noch zu erledigen“, sagt WKK-Presseprecher Sebastian Kimstädt. Der Betrieb auf der neuen Station auf Ebene 2 laufe bereits rund, obwohl der Umzug erst ein paar Tage zurückliegt.  

Für mehr als 18 Millionen Euro ist die Brunsbütteler Klinik umgebaut worden. Das Land hat 9,4 Millionen Euro finanziert, die gesetzlichen Krankenkassen als Kostenträger 9,7 Millionen Euro. Die Eigenmittel betrugen knapp 5 Millionen Euro. Entstanden ist ein dreistöckiger Anbau, eine neue Notaufnahme und eine Überwachungsstation (IMC) mit der Möglichkeit zur Schlaganfallversorgung. Funktionsbereiche wie die Radiologie sind im ersten Stock zentralisiert worden. Das habe große Vorteile: „Die Transportwege innerhalb des Hauses sind kurz. Auf diese Weise sparen wir Zeit“, sagt der Ärztliche Direktor Dr. Thomas Thomsen. Das bestätigt der kaufmännische Leiter, Axel Schultz, und ergänzt: „Durch den neuen Zuschnitt der Räumlichkeiten lässt sich das Personal wirtschaftlicher einsetzen.“

Die Krankenhausstationen wurden in den ersten drei Stockwerken untergebracht, die Medizinischen Versorgungszentren im vierten Stock gebündelt und weitere Arztpraxen, Therapeuten und ein Sanitätshaus haben im fünften Stock ihren neuen Platz. Das Besondere: „Die mehr als 40 Jahre alten Bereiche sind komplett entkernt und neu aufgebaut worden. Sanitärleitungen, Elektroleitungen: Alles ist neu und modern“, sagt Sebastian Kimstädt. Geriatrie, Orthopädie und Chirurgie sind jetzt auf der erst in der vergangenen Woche neu in Betrieb genommenen Ebene 2 untergebracht. Die Innere Medizin ist ab sofort auf der Ebene 3 zu finden, und nicht mehr im Stockwerk 6 beheimatet. Im Sommer soll dann noch die Geriatrische Tagesklinik im Erdgeschoss eingerichtet werden. 

Der Umbau war für Patienten und Mitarbeiter mitunter eine anstrengende Zeit. Vor allem der Baulärm war störend. „Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen“, sagt der Geschäftsführer der Westküstenkliniken Dr. Martin Blümke. Alle Stationen und die Medizinische  haben Neubaustandard und sind mit modernster Haus- und Kommunikationstechnik ausgestattet.“ So sind die neuen Krankenzimmer hell und freundlich eingerichtet, jedes besitzt eine Nasszelle.  Jeder Patient hat außerdem einen eigenen Telefonanschluss und einen eigenen Fernseher mit Kopfhörer.

Das Integrierte Versorgungskonzept dient als Modell für eine medizinische Versorgung im ländlichen Raum. Dort arbeiten künftig niedergelassene Praxen und das Klinikum zusammen – beispielsweise bei der Nutzung der medizinischen Geräte. Auch soll die kostenintensive Notfallversorgung durch eine Kooperation von Krankenhaus- und Vertragsärzten effizienter gestaltet werden.