Nordermeldorf

Meldorfer Speicherkoog: Konik-Sterben geht weiter 

Das Konik-Sterben im Speicherkoog geht weiter. Inzwischen sind bereits sieben Tiere tot: vier Fohlen und drei Stuten. Das hat nun der Kreis Dithmarschen bestätigt.

Inzwischen hat auch die Untersuchung eines der gestorbenen Tiere ergeben, dass es aufgrund von Mangelernährung gestorben ist. Ein weiteres Pferd soll an Kreislaufversagen gestorben sein. Weitere Untersuchungen stehen noch aus. „Wir haben bis jetzt nur diese beiden Befunde: Kreislaufversagen und Mangelernährung. Weitere Untersuchungen werden folgen, dann können wir mehr sagen“, sagt Uwe Maaßen, Leiter des Fachdienstes Bau, Naturschutz und Regionalentwicklung beim Kreis Dithmarschen. 

„Es ist nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Tiere sterben oder tot zur Welt kommen. Die Situation ist noch immer angespannt“, sagt Ulrike Bohle, Tierschützerin aus dem Meldorfer Umland, die täglich im Speicherkoog unterwegs ist. Inzwischen ist klar, dass die mobile Fanganlage wohl ein paar Tage früher als angedacht im Speicherkoog ankommen wird. Das sei laut Uwe Maaßen ein gutes Zeichen. „Wir wollen so schnell wie möglich handeln, wenn die Fanganlage da ist, werden wir die kranken Tiere herausnehmen und die Herde allgemein um rund 30 Tiere reduzieren.“

28 Koniks, darunter acht Hengste und 20 Fohlen sollen zeitnah zu neuen Besitzern „umziehen“. Insbesondere der Besatzdruck in Kombination mit lang anhaltendem schlechten Wetter hätten laut Uwe Maaßen erst zu der kriselnden Situation vor Ort und zu einem „mittelmäßigen“ Ernährungszustand geführt. 

Inzwischen wird seit rund einer Woche Heu zugefüttert. Laut Ulrike Bohle aber immer noch nicht in dem Maß, wie es angebracht wäre. „Das Heu ist immer noch nicht so verteilt, dass alle Tiere rankommen und zu fressen kriegen. An der Futterstelle setzen sich die starken und gesünderen Tiere durch, die schwachen Pferde stecken zurück und bleiben auf lange Sicht auf der Strecke.“