Friedrichsgabekoog aktualisiert

Kopfüber im Graben gelandet 

Vier Pfadfinder zwischen 15 und 21 Jahren sind am Montag nach einem Verkehrsunfall auf der Koogstraße in Friedrichsgabekoog vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden. Das Auto kam im Bereich einer S-Kurve von der Straße ab und blieb kopfüber im Graben liegen, vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit.

Der stellvertretende Amtswehrführer Martin Rathje fuhr zufällig mit seiner Familie an der Unfallstelle vorbei und leistete sofort Hilfe. Unterstüzt wurde er von einem Radfahrer, der ebenfalls zufällig an der Unfallstelle vorbeikam.

Der Unfall ereignete sich auf der Koogstraße in Friedrichsgabekoog, die Alarmierung der Rettungskräfte erfolgte gegen 18.35 Uhr. Nach Angaben der Polizei verlor der 18 Jahre alte Fahrer in Höhe einer S-Kurve die Kontrolle über den Kia Ceed. Das Auto kam von der Straße ab und blieb kopfüber im Graben liegen. Neben dem Fahrer saßen zwei Mädchen im Alter von 15 und 16 Jahren sowie ein 21 Jahre alter Mann im Wagen. Die Insassen wurden vorsorglich in das Westküstenklinikum Heide eingeliefert. Die Familien wurden noch vom Unfallort aus informiert.

„Gemeinsam mit dem Radfahrer konnte ich die Insassen der Reihe nach aus dem Auto ziehen“, berichtet Rathje. „Sie waren alle ansprechbar.“ Offensichtlich hatte sich das Auto zu schnell in der Kurve genähert. Der Fahrer gab der Polizei an, etwa 100 Kilometer pro Stunde gefahren zu sein. Dieses Tempo ist auf der Koogstraße als Landstraße erlaubt, auch an der Unfallstelle. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt es nicht, auch nicht im Bereich der S-Kurve. Allerdings wird mit entsprechenden Verkehrsschildern auf die scharfe Kurve hingewiesen. „Es ist nicht der erste Unfall, den ich an dieser Stelle erlebe“, so Martin Rathje. Vor etwa drei Jahren habe es in der Kurve einen Motorradunfall gegeben, dabei sei der Biker schwer verletzt worden.

Rathje zufolge muss sich das Unglück erst kurz vor seinem Eintreffen an der Unfallstelle ereignet haben. Er musste etwa 300 Meter vor der Unfallstelle einem entgegenkommenden Trecker ausweichen. „Der Treckerfahrer hat offenbar nichts bemerkt“, so Rathje. Er schließt daraus, dass der Wagen noch nicht im Graben lag, als der Treckerfahrer die Stelle passierte.

Informationen unserer Zeitung zufolge waren die vier Pfadfinder auf dem Rückweg in Richtung Meldorf. Sie hätten in Hedwigenkoog eine Windkraftanlage besichtigt. Insgesamt sei es eine Gruppe von neun Pfadfindern gewesen, die beiden weiteren Autofahrer hätten eine andere Route genommen.

Martin Rathje hatte es nicht versäumt, unverzüglich über sein digitales Funkgerät der Feuerwehr einen Notruf abzusetzen. Die Feuerwehren aus Westerdeichstrich und Büsum wurden alarmiert und rückten aus. Außerdem wurde die Wehr Westerdeichstrich nachalarmiert, das Fahrzeug konnte aber noch vor Erreichen der Unfallstelle wieder umdrehen. Zudem waren neben der Polizei vier Rettungswagen und ein Notarzwagen im Einsatz. „Die Einsatzleitung lag bei der hier zuständigen Feuerwehr Warwerort“, so der stellvertretende Amtswehrführer.