Helse

Kripo schließt Brandstiftung nicht aus

Die Rauchsäule war weithin zu sehen: Vier Feuerwehren kämpften am Montagabend mit dem Brand eines seit langem unbewohnten Resthofes am Norderlandsteig in Helse. 

Das Gebäude steht seit rund 25 Jahren leer. Wodurch das Feuer ausgebrochen ist, ist noch unklar: Die Heider Kripo, die die Ermittlungen übernommen hat, schließt Brandstiftung nicht aus. Sie bittet deshalb Zeugen, die Hinweise darauf geben können, sich bei ihr unter ☎ 0481/940 zu melden. 

Die Einsatzkräfte hatten es schwer, zu dem Wohn- und Wirtschaftsgebäude zu gelangen, weil es im Laufe der Zeit völlig zugewachsen war. Es blieb ihnen nichts anderes übrig, als erst von der Drehleiter der Marner Feuerwehr aus zu löschen. Doch da die Bäume und Sträucher so hoch waren, dass die Flammen im hinteren Teil nicht zu sehen waren, ließen sie die Feuerwehrdrohne der Marner Wehr aufsteigen, um sich ein genaues Bild vom Ausmaß des Brandes zu machen. „So konnten wir über Funk genaue Anweisungen geben, bis der Wasserstrahl von der Drehleiter das Feuer traf und die Löschwirkung einsetzte“, sagt Carsten Johnson, der stellvertretende Wehrführer von Marne. 

Ein Stück zurückweichen mussten Feuerwehrleute, Sanitäter und Polizeibeamte, als die Rauchsäule noch höher stieg und sich schwarz färbte. Schuld daran waren vermutlich die brennenden Dachplatten. Außerdem trieb der Wind, der in Richtung der Einsatzkräfte wehte, ihnen Rußpartikel entgegen. 

Die Wasserversorgung war für Einsatzleiter Torge Ibs von der Feuerwehr Helse eine Herausforderung. „Wir mussten bis zu 900 Meter Schlauchmaterial verlegen“, sagt er. Der erste Hydrant lag in etwa 300 Metern Entfernung, reichte aber nicht aus. Die Wehren aus Kronprinzenkoog und Trennewurth bauten deshalb eine weitere Verbindung zu einem zweiten Hydranten auf. So konnte verhindert werden, dass die Flammen auf den hinteren Wirtschaftsteil und die nahe gelegene Scheune übergriffen.

Um besser an den brennenden Resthof heranzukommen, setzten die Feuerwehrleute nicht nur Kettensägen ein, sondern auch einen Bagger. „Der kam über das Feld auf der Rückseite und hat sich seinen Weg über den Graben gebahnt. Er hat nicht nur die Mauern ganz vorsichtig nach außen weggezogen, sondern auch eine Schneise bis zur Drehleiter geschlagen“, so Ole Kröger, Pressewart des Kreisfeuerwehrverbands. Ein Innenangriff sei zu keiner Zeit möglich gewesen, da das Gebäude stark einsturzgefährdet war.